Fechten : Litauer holt Weißen Bären

Ruben Limardo hat es wieder nicht geschafft. Der Weltranglisten-Fünfte aus Venezuela, Stammgast beim Internationalen Turnier um den Weißen Bären der Degenfechter, scheiterte im Finale der 50. Auflage dieses Mal am litauischen Außenseiter Tomas Krasikovas.

von

Berlin - Ruben Limardo hat es wieder nicht geschafft. Der Weltranglisten-Fünfte aus Venezuela, Stammgast beim Internationalen Turnier um den Weißen Bären der Degenfechter in Berlin, scheiterte im Finale des 50. Jubiläumsturniers dieses Mal im Finale am litauischen Außenseiter Tomas Krasikovas. 10:10 hatte es nach Ablauf der hochklassigen dreimal drei Minuten gestanden. Nun musste der erste Treffer in der Verlängerung entscheiden. Und der ging vor 200 Zuschauern an den Litauer, der im historischen Kuppelsaal im Haus des Deutschen Sports, wo 1936 die olympischen Finals ausgetragen wurden, für den 22. ausländischen Sieg und den ersten litauischen Erfolg sorgte.

Die deutschen Fechter spielten nur eine Nebenrolle. Zum einen hatten die beiden Besten, Jörg Fiedler (Weltranglisten-Zweiter) und Sven Schmid (Europameister 2009) aus Tauberbischofsheim wegen Kieferoperation und Ellenbogenproblemen kurzfristig abgesagt. Zum anderen schied Titelverteidiger Christoph Kneip (Leverkusen) bereits in der Vorrunde am Sonnabend aus. So blieb der Leverkusener Norman Ackermann fürs Vierer-Finale übrig. Er scheiterte mit 10:13 an Limardo, Krasikovas setzte sich mit 15:10 gegen den Finnen Dennis Bade durch. Für Bundestrainer Didier Ollagnon war das schlechte Abschneiden ein Zeichen, „dass wir in unserer Waffenart mehr tun müssen, um in der Welt vorne mitzureden“. Der Weiße Bär könne dabei durchaus eine Rolle spielen. „Wir brauchen dieses Turnier, es ist wichtig, vor allem auch für die aus der zweiten und dritten Reihe, die sich anbieten wollen.“ Klaus Weise

0 Kommentare

Neuester Kommentar