Fechten : WM-Gold mit dem Säbel für Limbach

Lange mussten die deutschen Säbelspezialisten auf WM-Gold waren. 15 Jahre nach Felix Becker sorgte nun Nicolas Limbach in Antalya dafür, dass diese Serie der sieglosen Welttitelkämpfe beendet wurde.

AntalyaDer Fechter aus Dormagen holte mit 15:11 Treffern gegen den Rumänen Rares Dumitrescu das langersehnte Gold. „Wir sind überglücklich. Nico ist einfach eine Bombe“, sagte Sportdirektor Manfred Kaspar.

Dagegen blieb die Favoritin Britta Heidemann im Degenwettbewerb ohne Medaille. Die Olympiasiegerin und Titelverteidigerin verlor im Viertelfinale gegen die 19-jährige Ukrainerin Anfisa Potschkalowa 12:15. Den Titel holte sich die Russin Ljubow Schutowa durch ein 9:8 im Finale gegen Sherreine Schalm aus Kanada.

Der Dormagener Limbach wurde seiner Rolle als Mitfavorit gerecht. Sein Säbel fegte nach dem goldenen Treffer gegen Dumitrescu triumphierend durch die Luft – er war nach der Enttäuschung mit Platz neun bei Olympia endlich ganz oben. „Gefeiert wird zu Hause“, sagte er mit Verweis auf den Team-Wettkampf. Sein Trainer Vilmos Szabo hatte Gold geahnt: „Nico weiß, dass er gut ist.“

Britta Heidemann freute sich mit Limbach: „Doch noch ein Titel“, sagte sie und äußerte sich auch zur eigenen Leistung: „Sie war nicht der weltbeste Gegner. Da musste man nicht verlieren.“ Nichts wurde es mit der dritten Medaille für die Deutschen bei dieser WM. Peter Joppich hatte mit Florett-Bronze am Samstag vorgelegt, Limbach am Montag schon mit dem Erreichen des Halbfinals nachgezogen. Bronze war ihm bereits sicher, das er schließlich vergoldete. (dpa)

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