Federer, Nadal und die Australian Open : Tennis lebt!

Die Australian Open waren in der Männerkonkurrenz so unterhaltsam wie lange kein Grand-Slam-Turnier mehr. Roger Federer ist am Ende da nur der logische Sieger. Ein Kommentar.

von
Hand drauf! Nadal und Federer sind auf dem Tennisplatz wie füreinander geschaffen.
Hand drauf! Nadal und Federer sind auf dem Tennisplatz wie füreinander geschaffen.Foto: AFP

Das Beste kam zum Schluss. Das Endspiel der Australian Open zwischen Roger Federer und Rafael Nadal war nicht nur ein Traumfinale, es bot auch traumhaftes Tennis. Wie überhaupt das ganze Turnier, zumindest was die Männerkonkurrenz betrifft, nicht hätte spektakulärer hätte verlaufen. Es gab frühe Favoritenstürze, jede Menge dramatische Matches und am Ende ein Duell zwischen zwei Spielern, die einfach dafür geschaffen sind, gegeneinander Tennis zu spielen. Letztlich setzte sich der offensivere Stil von Roger Federer durch, wie das Angriffsspiel überhaupt eine Renaissance erlebte in diesen Tagen von Melbourne.

Im Halbfinale standen drei Profis, die die Rückhand mit einer Hand spielen. Eine Runde zuvor war mit Mischa Zverev sogar noch ein reiner Serve-and-Volley-Spieler im Wettbewerb vertreten. Der Weg nach vorn war bei den Australian Open der Weg zum Sieg. Es ist dies eine wohltuende Abwechslung zur Dominanz eines Andy Murray oder Novak Djokovic, die ihr Spiel von der Grundlinie aufziehen und ihre Stärken vor allem in der Defensive haben. Das Tennis der laut Rangliste immer noch besten Spieler der Welt kann auch unterhaltsam sein, es lebt allerdings vom Offensivgeist ihrer Gegner.

Auch aus deutscher Sicht stimmen die Australian Open optimistisch. Die Zverev-Brüder scheiterten an den späteren Finalisten. Für den anstehenden Davis Cup macht das Hoffnung. Und dann war da ja noch Boris Becker. Als Co-Kommentator bei Eurosport bildete er ein kongeniales Duo mit Matthias Stach. Gemeinsam rundeten sie das Tennisvergnügen der beiden vergangenen Wochen ab. Auch das hat Lust auf mehr gemacht.

Autor

0 Kommentare

Neuester Kommentar