Federer verliert erneut : Der Schweizer schwächelt

Der Weltranglistenerste Roger Federer scheidet beim Master-Series-Turnier in Rom erneut früh aus. Seine Vorbereitung auf die French Open sieht der Schweizer aber kaum beeinträchtigt: "Ich bin nicht zu beunruhigt."

Nicht schon wieder. Roger Federer verliert in Rom sein Auftaktmatch.
Nicht schon wieder. Roger Federer verliert in Rom sein Auftaktmatch.Foto: AFP

Hamburg - Roger Federer will sich von seiner Auftaktpleite beim Sandplatz-Turnier in Rom nicht aus der Ruhe bringen lassen. "Mein Spiel war definitiv nicht auf der Höhe", sagte der Weltranglistenerste aus der Schweiz nach der 6:2, 1:6, 5:7- Niederlage am Dienstagabend gegen den Letten Ernests Gulbis. „Ich hoffe, dass ich mich hiervon erholen kann. Das ist normalerweise das, was ich nach einer solchen Niederlage tue“, meinte Federer. Er habe auch schon die French Open im kommenden Monat im Hinterkopf, er denke aber vor allem daran, wieder drei, vier Spiele nacheinander zu gewinnen.

Denn Federer erreichte zuletzt bei drei Turnieren in Serie nicht einmal das Viertelfinale – zum ersten Mal seit 2002. In jenem Jahr kassierte der Schweizer auch im Foro Italico von Rom eine Niederlage in der ersten Runde. "Ich bin nicht zu beunruhigt", sagte Federer, der gegen Gulbis sechs Matchbälle abgewehrt hatte, am Ende aber nach 2:03 Stunden gegen den Weltranglisten-40. ausschied.

"In Halbfinals und Endspielen spiele ich mein bestes Tennis", sagte Federer. Er hofft daher umso mehr, in der kommenden Woche in Estoril weit zu kommen. "Wenn Du früh verlierst, kannst Du das nächste Turnier kaum erwarten", so der 16-malige Grand-Slam-Turniergewinner. Federer fehlen nur noch sechs Wochen, um den Rekord von Pete Sampras an der Spitze der Weltrangliste einzustellen. Der US-Amerikaner hatte das Ranking 286 Wochen lang angeführt.

Kohlschreiber gegen Nadal chancenlos

Federers Ziel scheint derzeit auch von seinem wiedererstarkten Konkurrenten Rafael Nadal nicht zu gefährden zu sein: Der Schweizer hat trotz seines Tiefs noch über 4000 Punkte Vorsprung auf den Spanier. Und so konnte der langjährige Dominator des Herrentennis dem Turnier-Aus etwas Positives abgewinnen. "Eigentlich ist das gut, denn dann sieht man, dass man die Tour nicht so einfach dominieren kann", sagte er.

Nadal hatte in seinem Auftaktmatch am Mittwochnachmittag keine Mühe und besiegte Philipp Kohlschreiber mit 6:1 und 6:3. "Mein Spiel war passabel, aber er ist ja der beste Sandplatzspieler der Welt. Im ersten Satz war die Anspannung zu groß", kommentierte Kohlschreiber, der als letzte Deutscher in Rom scheiterte. Nadal hatte darauf bestanden, sein Auftaktmatch am Nachmittag zu absolvieren, um abends das zweite Champions-League-Halbfinale zwischen Barcelona und Inter Mailand schauen zu können. (dpa)

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