Sport : Fehlen dem SC Magdeburg 800 000 Euro?

Leipzig - Gerüchte über die finanzielle Situation beim SC Magdeburg kursieren schon eine ganze Weile. Jetzt hat der Handball-Bundesligist auch offiziell Schwierigkeiten eingeräumt. „Es gibt ein aktuelles Problem, das wir aber gelöst haben“, sagte am Sonntag der Vereinspräsident Rolf Oesterhoff. Er reagierte damit auf einen Bericht der „Hamburger Morgenpost am Sonntag“, wonach dem Champions-League-Sieger von 2002 das finanzielle Aus drohe. Danach weise der Etat der Magdeburger angeblich eine Lücke von 800 000 Euro auf, die auf Forderung des Ligaverbandes HBL innerhalb der nächsten zehn Tage geschlossen werden solle.

„Das ist eine Ente. Wir haben keine Frist gesetzt. Ich weiß nicht, ob dort 800 000 Euro fehlen“, sagte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann. Er bestätigte allerdings Auflagen für den SC Magdeburg, deren Erfüllung nach dem ersten Quartal des Geschäftsjahres geprüft wird. Details über die Auflagen wollte er nicht nennen. „Darauf gehe ich nicht ein. Nach dem 30. September wird von uns die Erfüllung der Auflagen nachgefragt. Parallel mit den finanziellen Problemen befindet sich der Handball-Erstligist auch in einer sportlichen Krise.

Die Magdeburger waren bereits Ende der vorigen Saison nach der Trennung von Manager Bernd-Uwe Hildebrandt in finanzielle Turbulenzen geraten. Wegen der Geldprobleme wird spekuliert, dass die polnischen WM-Zweiten Karol Bielecki und Grzegorz Tkaczyk bereits vor Ablauf dieser Spielzeit gegen eine entsprechende Ablösesumme zu den Rhein-Neckar Löwen wechseln. Nach dem 25:27 beim TBV Lemgo ist das Team von Trainer Bogdan Wenta bereits auf den zehnten Tabellenplatz abgestürzt. Am kommenden Sonnabend empfangen die Magdeburger in eigener Halle den Aufsteiger Füchse Berlin, gegen den sie in der Vorbereitung bereits verloren haben. Eine erneute Niederlage würde die Situation noch extrem verschlimmern. dpa

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