Sport : Fehler statt Zähler: Leverkusen und Nürnberg enttäuschen im Uefa-Cup

Berlin - Zwischen ihnen lagen mehrere Ländergrenzen und einige tausend Kilometer, und doch waren Bayer Leverkusen und der 1. FC Nürnberg am Donnerstag näher beieinander als ihnen lieb war. Sowohl Leverkusen in Moskau als auch Nürnberg daheim gegen Everton verloren ihre Gruppenspiele im Uefa-Cup wegen Unachtsamkeiten und individueller Fehler und stehen nun unter großem Druck.

Hauptverantwortlich für Leverkusens Leid war ausgerechnet Stefan Kießling. Der Stürmer, der zuvor mit seinen Europacuptoren aufgefallen war, leitete das 1:2 bei Spartak Moskau durch einen von ihm verursachte Foulelfmeter nach gut einer Stunde ein. „Für die Mannschaft tut es mir leid“, entschuldigte sich der 23 Jahre alte Nationalstürmer. „Leider war ich etwas ungestüm.“ Nachdem Spartaks Roman Pawljutschenko den Strafstoß verwandelt hatte, verschuldete auch noch Torwart René Adler einen Elfmeter, den der Brasilianer Mozart verwandelte. Paul Freiers 1:2 in der Nachspielzeit kam zu spät. Ohne den angestrebten Punkt in der Tasche zu haben, steht Bayer nun im Heimspiel am 6. Dezember gegen Sparta Prag unter Siegzwang. „Das wird ein schwerer Gang“, sagte Trainer Michael Skibbe.

Sein Kollege Hans Meyer war nach der 0:2-Heimniederlage zum Gruppenauftakt gegen den FC Everton deutlich ungehaltener. „Die letzten zehn Minuten waren hausgemacht“, sagte der Trainer des 1. FC Nürnberg. „Das ist für mich unprofessionell, da interessieren mich die 80 Minuten vorher einen Scheißdreck.“ Es war wie so oft: Lange Zeit spielten die Franken gegen den Favoriten aus England gut mit, hatten gute Gelegenheiten zum Torerfolg – und standen am Ende mit leeren Händen da. Der spät eingewechselte Victor Anichebe zwang Nürnbergs Abwehrspieler Glauber zu einem Haltegriff und holte den von Mikel Arteta verwandelten Strafstoß zum 1:0 heraus, kurz darauf erzielte der Nigerianer auch den Endstand. Meyer haderte mit seiner unorganisierten Abwehr: „Das ärgert mich, dass einer der schnellsten Spieler der Insel bei uns gegen einen der langsamsten spielt.“ Tsp/dpa

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