Sport : Fehlgriffe mit und ohne Folgen

Augsburg unterliegt dem 1. FC Nürnberg 1:2.

Vorteil Nürnberg. Marvin Plattenhardt (l.) im Duell mit Sascha Mölders. Foto: dpa
Vorteil Nürnberg. Marvin Plattenhardt (l.) im Duell mit Sascha Mölders. Foto: dpaFoto: dpa

Berlin - 27 Jahre. Siebenundzwanzig. So lange, das hatten die Statistiker vor dem Anpfiff ermittelt, lag er also zurück – der letzte Sieg des FC Augsburg gegen den 1. FC Nürnberg. Datiert aus dem Jahr 1976, als für eine Spielzeit ein gewisser Max Merkel auf der Bank des FCA saß. Dass die Serie weiterhin Bestand hat, war gestern aus Sicht der Augsburger doppelt bitter: weil sie im Freitagsspiel der Fußbal-Bundesliga gegen überaus effiziente Nürnberger nämlich a) zumindest gleichwertig waren und b) die Chance verpassten, den Abstand zum direkten Nichtabstiegsplatz zu verkürzen. Unterdessen haben sich die Franken nach dem 2:1 (1:1)-Sieg wohl endgültig aus dem Abstiegskampf verabschiedet. „Wir haben einen verdienten Sieg eingefahren“, sagte Trainer Michael Wiesinger.

Die Nürnberger begannen druckvoll und verbuchten bereits nach drei Minuten die erste gute Gelegenheit. Markus Feulners Distanzschuss strich allerdings knapp am Tor vorbei. Auf der Gegenseite versuchte der FCA für Entlastung zu sorgen. Dabei wirkte das Team von Trainer Markus Weinzierl jedoch reichlich ideenlos. Anders die Nürnberger, die mit ihrem ersten kombinierten Angriff in Führung gingen. Alexander Esswein setzte sich auf dem linken Flügel durch und bediente Hiroshi Kiyotake, der mit einem feinen Schlenzer von der Strafraumgrenze zum 0:1 traf. Für den japanischen Nationalspieler war es bereits der vierte Saisontreffer.

Dass Nürnbergs Führung vorerst Bestand hatte, hing ebenso mit Torhüter Rafael Schäfer zusammen wie der Ausgleichstreffer. Zunächst kratzte Schäfer einen Freistoß von Ja-Cheol Koo aus dem Winkel, wenig später legte er sich einen völlig harmlosen Kopfball von Tobias Werner in feinster Piplica-Gedächtnis-Manier selbst ins Netz.

Ein nicht minder schwerer Fehlgriff von Augsburgs Torhüter Mohamed Amsif brachte die Gäste erneut in Führung. Alexander Essweins Freistoß aus 17 Metern schlug direkt in der Torhüterecke ein – 1:2 (54.). In der Schlussphase mussten die Nürnberger nach einem Pfostenschuss von Tomas Pekhart noch einmal um den Sieg bangen. Augsburg brachte allerdings auch keinen ernsthaften Angriff mehr zu Stande. Die Serie hat weiter Bestand. Tsp

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