Sport : Fehlschuss ohne Folgen Kaiserslautern gewinnt 1:0 gegen Freiburg

Kaiserslautern - Beim 1. FC Kaiserslautern haben sie gelernt, geduldig zu sein. Mehr als eine Stunde lang lief bei den Pfälzern gegen den SC Freiburg nicht viel zusammen. Dennoch blieben die Fans ruhig – und wurden am Ende für ihre Ausdauer belohnt. Itay Shechter war es, der die Anhänger in der 75. Minute mit seinem Treffer zum 1:0 (0:0)-Sieg in Partylaune versetzte. „Ich bin sehr glücklich“, sagte der Israeli, der auf dem Betzenberg nach Startschwierigkeiten nun endlich in Schwung kommt.

Aus der Spur gerät dagegen der SC Freiburg. Nach fünf Niederlagen in den vergangenen sechs Spielen ist die Lage vor dem Duell mit dem früheren SC-Trainer Robin Dutt und Bayer Leverkusen nächsten Freitag ernst. „Zuletzt haben wir gut gespielt und verloren. Das war ärgerlich. Heute haben wir schwach gespielt und völlig verdient verloren“, sagte Freiburgs Sportdirektor Dirk Dufner. Zwar zeigten die Freiburger fußballerisch die besseren Anlagen, doch wirklich zwingend waren die Aktionen der Gäste nicht. „Bis zum Sechzehner sah das gut aus, doch am Ende hat der letzte Pass gefehlt“, meinte Ex-Nationalspieler Andreas Hinkel. Stürmerstar Papiss Cissé war auf sich allein gestellt und zeigte vor allem nach der Pause einen lustlosen Auftritt.

Die Gastgeber kämpften dagegen aufopferungsvoll. Spielerisch ist das Team von Trainer Marco Kurz limitiert, „taktisch und von der Disziplin her hat die Mannschaft das aber richtig gut gemacht“, lobte Kurz, der in der neunten Minute beinahe die Freiburger Führung durch Anton Putsila mitansehen musste. Der Weißrusse schoss aber freistehend am Lauterer Tor vorbei. Bei den Hausherren hatte Mathias Abel Pech, dass sein Kopfball von Cedrick Makiadi auf der Linie geklärt wurde.

Erst nach einer Stunde wurde Kaiserslautern besser. Zunächst scheiterte Shechter an Freiburgs Torwart Oliver Baumann. Nach dem anschließenden Eckball hatte der Angreifer aus Israel Pech, dass sein Schuss von der Latte auf die Torlinie prallte. Später wurde der Israeli für seine starke kämpferische Leistung aber belohnt. Nach einem Einwurf von Florian Dick verlängerte Amedick den Ball auf Shechter, der per Kopf seinen dritten Saisontreffer erzielte. Dass wenig später Christian Tiffert mit einem schwach geschossenen Strafstoß an Baumann scheiterte, konnte der guten Laune auf dem Betzenberg nichts mehr anhaben. dpa

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