Sport : Feierstunde

Nowitzki führt zum Sieg

Benedikt Voigt

Braunschweig. Sechsundzwanzig Punkte in einem Spiel sind für einen Basketballer nicht gerade schlecht. Sechsundzwanzig Punkte in einer Halbzeit aber sind herausragend. Dirk Nowitzki erzielte so viele Punkte in den ersten zwanzig Spielminuten beim 91:84 (56:47)-Erfolg über Kroatien. Als es am Ende noch knapp wurde, entschied der deutsche NBA-Star mit neun Zählern in Folge auch noch das Spiel für Deutschland. Vor 6200 Zuschauern hatte Dirk Nowitzki 37 Punkte gesammelt und Deutschland nach dem 78:54 gegen Schweden zum zweiten Sieg beim Supercup verholfen. Im heutigen Spiel (16 Uhr) gegen die starken Franzosen, die ebenfalls zweimal gewannen, kann das deutsche Team erstmals in 15 Versuchen den Supercup holen.

Doch darum geht es Bundestrainer Henrik Dettmann nicht. Das deutsche Team bereitet sich mit dem Turnier in Braunschweig auf die Europameisterschaft in Schweden (5. bis 14. September) vor. Bei drei Spielen in drei Tagen simulierte die deutsche Nationalmannschaft einen ähnlichen Rhyhtmus, in dem auch bei der EM gespielt werden wird. Gegen den EM-Mitfavoriten Kroatien, den die deutsche Mannschaft in der EM-Qualifikation ohne Dirk Nowitzki zweimal besiegen konnte, überzeugte das deutsche Team nur in der ersten Halbzeit (56:47). Dank Nowitzkis Punkten konnte es die Kroaten, die mit vier NBA-Spielern antraten, nach einem sehr guten ersten Viertel (29:18) auf Abstand halten. Immer, wenn die Gäste durch Goran Giricek von den Orlando Magic herangekommen war, traf Nowitzki mit einem Dreipunktewurf.

In der zweiten Halbzeit ließen die deutschen Basketballer nach. Das deutsche Team bekam Probleme, als Aufbauspieler Mithat Demirel mit vier Fouls das Feld verließ. Misan Nikagbatse oder auch Marko Pesic konnten das Spiel nicht so lenken wie der Spielmacher von Alba Berlin. Als auch noch Dirk Nowitzki auf der Bank saß, kamen die Kroaten mit einer 10:0-Serie auf 72:67 heran. Das Spiel war wieder offen. Als der kroatische Aufbauspieler Marko Popovic im letzten Viertel 13 Punkte in Folge erzielte, lag das deutsche Team fünf Minuten vor dem Ende erstmals in Rückstand (75:76). Der Ernstfall trat ein, und dem begegnete Trainer Dettmann mit Demirel und Nowitzki auf dem Feld. 90 Sekunden vor dem Ende lag das deutsche Team 81:83 zurück. Doch Nowitzki drehte mit fünf Punkten in Folge das Spiel.

0 Kommentare

Neuester Kommentar