Sport : FERIENSPIELE (11) Wie man Minigolf spielt

Uwe Ludwig

Sie haben Urlaub und wollen nicht nur in der Sonne liegen, sondern auch ein bisschen Sport treiben? Das ist gut so, aber passen Sie auf! Jedes Spiel hat so seine Tücken. Damit nichts schief geht, erklären Ihnen prominente Sportler in loser Folge, wie Sie die wichtigsten Sommerspiele heil überstehen.

Der Betrug am Hobby-Minigolfer fängt bei den Bällen an: Diese genoppten Bällchen sind eigentlich absoluter Blödsinn. Diese Bälle wurden vom Landgolf übernommen und sind dort eigentlich dafür gedacht, möglichst weit zu fliegen. Dies ist aber nun nicht Sinn des Minigolfs. Wenn es regnet, nehme ich zum Beispiel einen rau angeschliffenen Ball, der das Wasser verdrängen kann und nicht wegrutscht. Für den Hobby-Minigolfer reicht eine Auswahl von fünf bis sechs Bällen, einer kostet um die 12 Euro. Wer größere Fortschritte machen möchte, der sollte sich einen eigenen Schläger zulegen (Kostenpunkt: etwa 40 bis 60 Euro). Im Gegensatz zum Landgolf braucht man beim Minigolf nur einen Schläger, weil man nicht weit schlägt, sondern nur puttet. Auch sind die Schläger flacher angewinkelt als beim Landgolf, damit der Ball auch von außerhalb der Bahn optimal getroffen werden kann. Man muss also nicht auf der Bahn stehen, um einen guten Schlag zu erzielen, wie mancher Laie meint, und kann sich so unnötigen Ärger mit dem Anlagenbetreiber ersparen. Für den nun optimal ausgestatteten Hobby-Minigolfer ein banaler, doch erfahrungsgemäß berechtigter Tipp für den Anfang: Geradeausschlagen lernen, denn das ist schwieriger, als man denkt.

Uwe Ludwig

ist seit 1995

Nationalspieler im

Bahnengolf.

Foto: Snaps

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