Sport : FERIENSPIELE (14/ENDE) Wie man Tennis am Strand spielt

Günther Bosch

Sie haben Urlaub und wollen nicht nur in der Sonne liegen, sondern auch ein bisschen Sport treiben? Das ist gut so, aber passen Sie auf! Jedes Spiel hat so seine Tücken. Damit nichts schief geht, haben wir Ihnen in den letzten Wochen erklärt, wie Sie die wichtigsten Sommerspiele heil überstehen können. Mit der heutigen Ausgabe und dem gestrigen Ferienbeginn endet die Serie.

In Monte Carlo, wo ich wohne, sieht man am Strand immer wieder Leute Beachball spielen. Ich finde das gut. Alle diese Freizeitspiele mit einem Schläger – ob mit Holzschlägern beim Beachball oder wie beim Familytennis mit Kunststoffschlägern – sind hilfreich, um ein Gefühl für den verlängerten Arm zu entwickeln. Das nützt, wenn jemand später Tennis spielen will. Das ist die Vorstufe zum Tennis.

Statt einem kleinen Kind einen schweren Tennisschläger in die Hand zu drücken, macht es auch Sinn, das Kind auf solchen Wegen für den Sport zu begeistern. Ich suche mir die Kinder jedenfalls so aus. Wenn ich Talent bei einem Kind erkenne, das in Bad Saarow am Scharmützelsee Beachball oder Familytennis spielt, spreche ich es an. Man muss beim Beachball eigentlich nicht viel beachten. Man muss richtig zum Ball stehen und ihn wieder zurück zum Partner spielen. Gefährlich ist der Sport jedenfalls nicht, man kann sich eigentlich nicht verletzen. Höchstens, wenn man stürzt, aber das ist dann Pech. Das kann auch beim Spazierengehen passieren.

Beachball fördert die Geschicklichkeit und die Reaktion. Es ist allerdings ein bisschen langweilig, weil man es nicht in Wettbewerbsform spielen kann. Es sei denn, man baut ein Netz auf oder stellt eine Bank in die Mitte, zeichnet im Sand ein Feld auf, und spielt um Punkte. Aber dann könnte man auch gleich Tennis spielen.

Günther Bosch (67) ist der Entdecker und Trainer von Boris Becker. Momentan lebt er in Monte Carlo und gibt Tennisstunden in Bad Saarow.

Foto: Imago

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