Sport : FERIENSPIELE (9) Wie man im Wind surft

Jutta Müller

Sie haben Urlaub und wollen nicht nur in der Sonne liegen, sondern auch ein bisschen Sport treiben? Das ist gut so, aber passen Sie auf! Jedes Spiel hat so seine Tücken. Damit nichts schief geht, erklären prominente Sportler in loser Folge, wie Sie die wichtigsten Sommerspiele heil überstehen.

Beinahe wäre das mit mir und dem Windsurfen nichts geworden. Als ich vor 16 Jahren meine ersten Stunden bei uns auf dem Silbersee hatte, driftete ich ständig ab. Die anderen Jungs und Mädels hatten keine Probleme. Ich war frustriert. Erst später wusste ich, dass dazu kein Grund bestand: Mein Schwert unter dem Board war nicht ausgeklappt. Ein Anfängerfehler. Ich empfehle daher jedem, einen Kurs zu besuchen.

Wichtig fürs Surfen ist die Armkraft, das muss man trainieren. Zudem sollte man keine Angst vor dem Wasser oder der Tiefe haben. Ob auf dem See oder dem Meer: Wer einmal spürt, wie das ist, mit dem Brett über das Wasser zu gleiten, dahinzuschweben, der bleibt dabei. Das Gefühl des Schwebens hat auch mich in meiner Zeit als Profi nie losgelassen. Wenn jemand aber Angst um seine Frisur oder vor Kratzern hat, dem rate ich vom Surfen ab.

Jutta Müller stammt aus Bobenheim bei Worms. Bis 1999 war sie Profi-Surferin, 1991 wurde sie Weltmeisterin. Sie lebt auf Hawaii. Foto: Imago

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