Sport : Ferraris wundersame Auferstehung

Karin Sturm

Magny-Cours - „La Gazzetta dello Sport“ vermeldete italienisch-euphorisch „die Auferstehung“, Kimi Räikkönen erklärte finnisch-knapp: „Wir sind wieder zurück.“ Das Formel-1-Rennen in Magny- Cours brachte mit dem Doppelsieg der beiden Ferrari-Piloten Räikkönen und Felipe Massa die komplette Trendwende in der Formel 1. Dass zuletzt so dominante McLaren-Mercedes-Team war chancenlos. Entscheidend dafür war das neue Aerodynamikpaket, das Ferrari zum ersten Mal einsetzte, nachdem der hauseigene Windkanal nach einem Unfall mehrere Wochen lahmgelegt war. Aber eine große Rolle spielten wohl auch die Streckenbedingungen. Magny-Cours mit seinem extrem griffigen und ebenen Asphalt kommt den Stärken des Ferrari eher entgegen, glaubt McLaren-Geschäftsführer Martin Whitmarsh.

Hinzu kamen kleine Probleme bei McLaren. Weltmeister Fernando Alonso, am Ende Siebter, musste nach technischen Problemen von Platz zehn starten, und bei Lewis Hamilton (Dritter) war der gegen Räikkönen verlorene Start sicherlich für die komplette Rennstrategie alles andere als hilfreich. Dennoch hätte es wohl kaum zum Sieg gereicht. Dafür waren die Roten „hier wohl wirklich ein bisschen zu stark“, wie auch Mercedes-Sportchef Norbert Haug zugab.

In einer Woche könnte dennoch wieder alles ganz anders aussehen. „Ich bin sicher, wir können in Silverstone zurückschlagen“, verkündet der WM-Führende Hamilton. Und Ferrari blieb trotz aller Freude vorsichtig. „Noch ist McLaren in der stärkeren Position“, befand Teammanager Stefano Domenicali. „Wir dürfen uns nicht täuschen lassen.“ Oder wie Kimi Räikkönen bemerkte: „Wir sind wieder zurück. Aber wir sind noch längst nicht da, wo wir hinwollen.“ Karin Sturm

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