Sport : Fiasko bei Benefizturnier

Nur 2700 Zuschauer wollen Schalke, Hertha und Union sehen

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Berlin. Eine stattliche Kulisse hatten sich die Organisatoren des Fußball-Benefizturniers im Jahnsportpark erhofft. Schließlich sollte möglichst viel Geld für die Opfer der Flutkatastrophe, die Hinterbliebenen der Terroranschläge am 11. September und afghanische Kinder zusammenkommen. Doch die Hoffnung erfüllte sich nicht: Gerade mal 2700 Zuschauer zahlten Eintritt. Obwohl die Vereine Schalke 04, Hertha BSC und 1. FC Union auf jedes Startgeld verzichteten und die Schalker ihre Reisekosten auch selbst bezahlten, hätten 5000 Besucher kommen müssen, um überhaupt die 35 000 Euro Fixkosten zu decken. Angesichts dieses Fiaskos erklärte sich der FC Schalke bereit, im Frühjahr noch einmal an der Alten Försterei ein Benefizspiel gegen Union zu bestreiten.

Sportlich hatte das Turnier, dessen drei Spiele jeweils nur über 45 Minuten gingen, nur begrenzte Aussagekraft. Zum Auftakt besiegte der spätere Turniersieger Schalke den Zweitligisten Union mit 2:1. Der Tscheche Filip Trojan hatte die Gelsenkirchener in Führung gebracht, Steffen Baumgart für Union ausgeglichen. Zwei Minuten vor dem Schlusspfiff erzielte Sven Vermant das Schalker Siegestor. Einig waren sich die Fans beider Klubs in ihrer Haltung zu Hertha. „Holstein Kiel“, riefen sie immer wieder und spielten damit auf Herthas blamables Ausscheiden im DFB-Pokal an.

Das anschließende Duell der Herthaner mit Schalke endete torlos. Im Tor der Berliner stand Christian Fiedler, Dick van Burik war erstmals nach langer Verletzungspause dabei. Eine ordentliche Partie als Verteidiger bot der Kolumbianer Luis Perea, der derzeit von Hertha getestet wird. Luizao konnte sich wieder nicht sonderlich hervortun. Roberto Pinto traf einmal den Pfosten.

Für Hertha gab es ohnehin erneut wenig Freude. Nicht nur, dass es im letzten Spiel des Abends 0:1 gegen Union (Torschütze Widolow) hieß, es gab auch mehrere Verletzte: Andreas Schmidt, der ins Krankenhaus gebracht wurde, kugelte sich die Schulter aus, van Burik klagte über Schmerzen an der Achillessehne und Luizao erlitt eine Wadenprellung. André Görke

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