Sport : Fieber stoppt Friesinger – Start in Berlin fraglich

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Inzell Gestern stand Anni Friesinger zwar wieder auf dem Eis und drehte ihre Runden - doch Grund zum Optimismus sah ihr Trainer Markus Eicher nicht. „ Im Moment sieht es eher so aus, als würde sie nicht starten können“, sagte Eicher zwei Tage vor Beginn der deutschen Meisterschaften der Eisschnellläufer im Sportforum Hohenschönhausen in Berlin. Friesinger hatte sich einen fiebrigen Infekt zugezogen und zwei Tage nicht trainieren können. Dabei hatte die Allround-Weltmeisterin aus Inzell schon vor Saisonbeginn ihre starke Form bewiesen, als sie Mitte Oktober einen Freiluftweltrekord über 1500 m aufgestellt hatte. Sie muss sich bei den deutschen Meisterschaften auf Grund ihrer WM-Platzierungen nicht für den Weltcup qualifizieren. Für die Weltcuprennen, die am 12./13. November in Calgary beginnen, ist sie gesetzt. „Es ist schon verrückt, immer kurz vor dem Auftakt passiert so etwas“, sagte ihr Manager Klaus Kärcher zu dem wahrscheinlichen krankheitsbedingten Ausfall.

Auf Anni Friesinger ruhen im Olympia-Winter die größten Hoffnungen im deutschen Team. Zwar musste die 28-Jährige im Sommer ihr Training wegen eines Kapselanrisses im Sprunggelenk umstellen, doch negativ auf ihre Leistung wirkte sich das nicht aus. Sollte Friesinger von Verletzungen verschont bleiben, traut ihr Chef-Bundestrainer Helmut Kraus bei den Olympischen Spielen 2006 in Turin Großes zu. „Sie hat gute Medaillenchancen auf allen vier Einzelstrecken und im Team.“ Während Friesingers Einsatz in Berlin zumindest nicht ausgeschlossen ist, hat Monique Garbrecht-Enfeldt bereits abgesagt. Die 39 Jahre alte Gunda Niemann-Stirnemann hingegen will am Sonntag in Berlin nach 19-monatiger Wettkampfpause ihr Comeback auf der 5000-Meter-Strecke wagen. dpa

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