Sport : Fifa ermittelt wegen Korruption bei WM-Vergabe

London - Dem Fußball-Weltverband Fifa droht ein Korruptionsskandal. Nach Angaben der Londoner „Sunday Times“ sollen zwei Mitglieder des Fifa-Exekutivkomitees für die Vergabe der Weltmeisterschaften 2018 und 2022 ihre Stimmen zum Verkauf angeboten haben. Reporter hatten sich im Gespräch mit den zwei ranghohen Verbandsvertretern als amerikanische Geschäftsleute ausgegeben, die die WM 2022 in die USA holen wollten. Die Fifa kündigte eine Untersuchung an.

„Wenn Sie das Geld investieren, bedeutet das, dass Sie auch die Stimme haben wollen“, soll ein afrikanischer Funktionär gesagt haben. Laut „Sunday Times“ gibt es von dem Gespräch Filmaufnahmen. Der Fifa-Vertreter habe gesagt, eine Spende in Höhe von 800 000 Dollar (570 000 Euro), um Fußballplätze in seinem Land zu bauen, würde sein Abstimmungsverhalten beeinflussen. Das zweite Mitglied des Exekutivkomitees soll nach drei Millionen neuseeländischen Dollar (rund 1,6 Millionen Euro) zur Einrichtung einer Sportakademie gefragt haben.

Am 2. Dezember vergibt die 24-köpfige Fifa-Exekutive die Turniere für 2018 und 2022. Am Freitag hatten die USA ihre Bewerbung für 2018 zurückgezogen und erklärt, sich auf die Vergabe für 2022 zu konzentrieren. Daraufhin hatte England seine Bewerbung für 2022 für beendet erklärt, um sich allein um die WM 2018 zu bemühen. 2014 ist Brasilien Gastgeber. dpa

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