FIFA-EXEKUTIVKOMITEE : Mächtig und zerrissen

Das Fifa-Exekutivkomitee ist das ranghöchste Entscheidungsorgan des internationalen Fußballs. Inzwischen ist das Komitee auf 25 Mitglieder angewachsen. Zu ihm gehört der Fifa-Präsident (gewählt durch den Kongress), acht Fifa-Vizepräsidenten sowie 15 weitere Mitglieder, die durch die sechs Konföderationen (Kontinentalverbände) gewählt und durch den Kongress eingesetzt werden. Seit dem Fifa-Kongress im Mai 2013 auf Mauritius gehört ihm mit Lydia Nsekera aus Burundi erstmals eine Frau an. Am stärksten vertreten ist der europäische Verband Uefa durch drei Fifa-Vizepräsidenten aus Spanien, Frankreich und Nordirland sowie fünf Mitglieder, unter ihnen der Deutsche Theo Zwanziger. Kurz vor, vor allem aber nach der Vergabe (Dezember 2010) der WM-Turniere 2018 nach Russland und 2022 nach Katar gab es zahlreiche Zerwürfnisse. Im Oktober 2010 wurden die beiden Mitglieder Reynald Temarii (Tahiti) und Amos Adamu (Nigeria) von der Fifa wegen Korruptionsverdachts vorläufig suspendiert. Beide waren angeblich bereit, ihre Stimmen zu verkaufen. Seit 2011 gab es zwölf Rücktritte. Die vormaligen Mitglieder Franz Beckenbauer (Deutschland) und Junji Ogura (Japan) verzichteten 2011 auf eine Wiederwahl. Geoff Thompson (England) und Chung Mong-joon (Südkorea) wurden nicht mehr für das Exekutivkomitee nominiert. Acht Rücktritte standen im Zusammenhang mit Korruptionsvorwürfen. Erwähnt seien nur die beiden prominentesten Fälle. So wurden im Mai 2011 Mohamed bin Hammam (Katar) und Jack Austin Warner (Trinidad und Tobago) wegen Korruptionsverdachts suspendiert. Bin Hammam wurde 2012 wegen Stimmenkaufs vor der Fifa-Präsidentenwahl 2011 von der Fifa-Ethikkommission auf Lebenszeit ausgeschlossen. Warner trat wegen der gegen ihn erhobenen Vorwürfe im Juni 2011 von allen Ämtern zurück. Tsp

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben