Finale : Keine Verschwörung in der NBA

Natürlich hat sich die NBA das Traumfinale zwischen den Los Angeles Lakers und den Cleveland Cavaliers gewünscht. Doch entschieden werden Basketballspiele immer noch dadurch, dass das Runde durchs Runde muss.

Benedikt Voigt

Die Sportartikel-Firma Nike hat in den letzten Wochen einiges getan, um den Verschwörungstheoretikern im Basketball Nahrung zu geben. In mehreren Werbespots ließ sie Puppen gegeneinander antreten, die aussahen wie Kobe Bryant von den Los Angeles Lakers und LeBron James von den Cleveland Cavaliers. Für viele Basketballfans war diese Kampagne nur ein weiterer Beweis dafür, dass die Liga alles dafür tun werde, um das Traumfinale zwischen diesen beiden Superstars auch Wirklichkeit werden zu lassen. Erhielten die beiden dann die eine oder andere Situation in den Play-offs von den Schiedsrichtern zu ihren Gunsten ausgelegt, war das Vorurteil endgültig bestätigt: Die NBA ist nur eine ganz große Showveranstaltung.

Wenn aber heute die Finalserie bei den Los Angeles Lakers beginnt, wird LeBron James nicht dabei sein. Er hat es nicht geschafft, hat verloren, ist rausgeflogen. Kein Funktionär oder Schiedsrichter der NBA hat ihm helfen können gegen die Wucht des Centerspielers Dwight Howard und seinem Überraschungsteam Orlando Magic. Deshalb ist es vielmehr so: Natürlich hat sich die NBA  das Traumfinale zwischen den Los Angeles Lakers und den Cleveland Cavaliers gewünscht. Natürlich wären die Fernsehquoten in die Höhe geschnellt, wären die Preise für die Fernsehspots in der Finalserie gestiegen, hätte die Liga ein Vielfaches an Geld eingenommen. Doch entschieden werden Basketballspiele immer noch dadurch, dass das Runde durchs Runde muss. Auch in der NBA. Was hiermit bewiesen wäre.

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