FINAL FOUR : Füchse gegen Kiel

Bob Hanning hatte sich Atletico Madrid gewünscht. Gegen den spanischen Vertreter beim Final-Four-Turnier der Champions League haben die Füchse Berlin ja bereits in ihrer Vorrundengruppe gespielt – und zwei Mal verloren. „Trotzdem: Atletico hätten wir knacken können“, sagt der Manager der Berliner Handballer. Stattdessen treffen die Füchse im Halbfinale am 26. Mai in Köln auf den großen Favoriten THW Kiel. Hanning nahm die Nachricht nach eigener Aussage „sehr entspannt“ auf. „Wenn wir träumen und die Champions League gewinnen wollen, müssen wir die Kieler ohnehin schlagen“, sagte er. „Ob nun im Halbfinale oder im Finale – das macht für mich keinen Unterschied.“ Allerdings kann schon der Eindruck entstehen, dass die Berliner in allen Wettbewerben regelrecht verfolgt werden vom aktuell wohl stärksten Handball-Team dieses Planeten. Wie schon in der Spielzeit 2010/11 duellierte sich die Mannschaft von Trainer Dagur Sigurdsson auch in dieser Saison bereits drei Mal mit den Kielern, abgesehen vom Bundesliga-Heimspiel (32:33) waren die Ergebnisse eindeutig: In Kiel verloren die Berliner das Rückrundenspiel 28:36, daheim im Achtelfinale des DH–Pokals gar 28:39. Trotzdem sind die Berliner alles andere als der Wunschgegner für den THW. „Die Füchse haben im Viertelfinale gezeigt, dass sie für Überraschungen gut sind“, sagt Geschäftsführerin Sabine Holdorf-Schust. „Es wird ganz schwer.“ Die Rollen sind jedoch klar verteilt. „Wenn alles normal läuft“, sagt Hanning, „dann belegen wir beim Final Four einen sicheren vierten Platz.“ Nur: Was war in dieser Champions-League-Saison schon normal bei den Füchsen? Christoph Dach

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