Financial Fairplay : Uefa greift gegen 23 Klubs durch

Weil Vereine gegen die Regeln des Financial Fairplays verstoßen haben, greift der Europäische Fußballverband nun durch - und friert die Prämien für die betroffenen Klubs vorerst ein.

Nyon - Die Europäische Fußball-Union Uefa treibt ihre Bemühungen um wirtschaftliche Vernunft im Fußball voran und hat die Preisgelder von 23 Vereinen, darunter Atletico Madrid, der FC Malaga sowie Rubin Kasan, Fenerbahce Istanbul und Sporting Lissabon, vorläufig eingefroren. Den Klubs wird vorgeworfen, ausstehende Zahlungen an andere Teams, Spieler oder Steuerbehörden nicht geleistet zu haben. Dies verstößt gegen die Regeln des Financial Fairplays, mit denen man künftig ökonomische Auswüchse verhindern will. Deutsche Vereine sind von den Strafen nicht betroffen. Bis zum Ende des Monats müssen die Vereine ihre Zahlungen leisten, sonst werden die für diese Saison zu erwartenden Preisgelder weiter einbehalten. Kernpunkt der Idee des Financial Fairplay ist, dass Vereine nicht mehr Geld ausgeben, als sie erwirtschaften und dadurch die Schuldenspirale gestoppt wird. Das einbehaltene Geld geht in die Millionenhöhe. In der Champions League beträgt allein die Startprämie 8,6 Millionen Euro. In der Europa League bekommt jeder Klub 1,3 Millionen Euro Antrittshonorar. „Wer sich nicht an die Regeln hält, wird Schwierigkeiten bekommen“, hatte Präsident Michel Platini erklärt.

Mit der Saison 2014/15 droht Vereinen, die gegen das Financial Fairplay verstoßen, im schlimmsten Fall der Ausschluss aus dem Europapokal. dpa

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