Sport : "Financial Times" meldet Deal: Zieht Brasilien für Südafrika zurück?

Deutschland und England bekommen im Rennen um die Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 auf der Zielgerade möglicherweise noch einmal harte Konkurrenz: Rund vier Wochen vor der Entscheidung am 6. Juli in Zürich haben die Bewerberländer Brasilien und Südafrika angeblich einen Pakt geschlossen. Nach Angaben der "Financial Times" soll Brasilien dem Rivalen die drei südamerikanischen Stimmen im 24-köpfigen Exekutivkomitee des Weltverbandes Fifa versprochen haben, falls Südafrika eine Bewerbung Brasiliens für 2010 unterstütze.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) zeigte sich davon unbeeindruckt. "Wie kennen diese Gerüchte, die es vor einer solchen Entscheidung immer gibt. Es werden sicher noch weitere in Umlauf kommen, aber wir bleiben gelassen", erklärte DFB-Mediendirektor Wolfgang Niersbach.

Dieser Handel sei vom südafrikanischen Bewerbungschef, Danny Jordaan, Brasiliens Verbandspräsident Ricardo Teixeira, sowie dem früheren Fifa-Präsidenten Joao Havelange vereinbart worden. Jordaan wird so zitiert, dass bei einem Besuch von Teixeira in der kommenden Woche der Deal perfekt gemacht werde. Jordaan soll zudem in den kommenden Wochen zu Gesprächen nach Marokko, dem fünften WM-Bewerber, reisen. Ziel des Trips könnte sein, dass Marokko seine Bewerbung im Sinne der afrikanischen Einheit zurückzieht.

Der englische Fußball-Verband FA gab sich trotz des angeblichen Handels sicher. "Brasilien mag für Südafrika votieren. Aber ich glaube nicht, dass dies auch die anderen Südamerikaner tun werden. Wir hatten viele Gespräche mit den Exekutiv-Mitgliedern aus Argentinien und Paraguay, die die anderen beiden Stimmen vergeben. Die wollen uns unterstützen", sagte der Direktor der englischen Bewerbung, Alec McGivan.

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