Sport : Fire und Galaxy ohne Feuer - Niederlagen in der NFLE für zwei deutsche Teams

Der Ansatz zum Höhenflug der deutschen Top-Teams im American Football ist unsanft gestoppt worden. Die Frankfurt Galaxy und Düsseldorf Rhein Fire kassierten eine Woche nach ihren überzeugenden Auftakterfolgen in der National Football League Europe (NFLE) bittere Niederlagen. Die Galaxy, World Bowl-Champion des Vorjahres, unterlag im Frankfurter Waldstadion vor gewohnt großer Kulisse von 32 459 Zuschauern den Scottish Claymores 14:17 (0:0, 7:7, 7:10, 0:0). Düsseldorf Rhein Fire, Champion von 1998, gab sich bei den Amsterdam Admirals nach Verlängerung 20:23 (0:0, 0:3, 7:0, 10:14) geschlagen.

Die Scottish Claymores bestätigten ihren Ruf als Angstgegner des zweifachen World-Bowl-Champions Frankfurt Galaxy. Zum sechsten Mal traten die Gäste aus Edinburgh im Waldstadion an. Zum fünften Mal verließen die "Breitschwerter" die Arena als Sieger. "Die Atmosphäre in Frankfurt ist einmalig. Sie setzt bei meinen Spielern das nötige Adrenalin frei", erklärte Schotten-Coach Jim Criner das Erfolgsgeheimnis. Kollege Dick Curl konzentrierte sich bei der Analyse auf sportliche Aspekte.

Der Ausfall von Quarterback Pat Barnes wegen einer Rippenprellung beeinträchtigte die Qualität des Galaxy-Offensivspiels. Erstmals musste Ted White über die gesamte Zeit als Spielmacher agieren. "Wir sind mit zwei Quarterbacks schwerer auszurechnen", sagte Curl. So schnell wie möglich werde die Galaxy daher wieder zur bewährten Strategie mit zwei Spielmachern zurückkehren. White gelangen zwei Touchdown-Pässe auf Todd Floyd (sechs Yards) und Mario Bailey (15). Allerdings wurden drei Passversuche von den schottischen Verteidigern unterbunden. Mit der Leistung der eigenen Defensive war Curl nicht zufrieden. "Unsere Tacklings waren schlampig", sagte der Galaxy-Coach. Tatsächlich wirkte die Verteidigung in vielen Situationen müde und unbeweglich. Allzuleicht kamen die Schotten zu Punkten. Vor allem der quirlige Running Back Aaron Stecker stellte die Galaxy-Abwehr vor große Probleme. "Es gibt einige Dinge zu ändern. Aber wir sind erst am Anfang der Saison", maß Curl der Niederlage nicht zu viel Bedeutung bei.

In Amsterdam konnte Düsseldorf Rhein Fire seine Form vom Auftaktsieg gegen die Barcelona Dragons (28:17) nicht bestätigen. Gegen die Admirals enttäuschte besonders der hoch gelobte Quarterback Danny Wuerffel, dem drei Interceptions unterliefen. Zudem kassierte Rhein Fire durch Strafen insgesamt 70 Yards Raumverlust. "Wir hatten die Chance zu gewinnen, haben aber unsere Möglichkeiten nicht genutzt", sah Rhein Fire-Coach Galen Hall sein Team trotz der Unzulänglichkeiten in der spannenden Partie im Vorteil. Gelegenheit zur Wiedergutmachung bietet sich Rhein Fire und Galaxy am kommenden Sonnabend. Dann stehen sich die Mannschaften im Düsseldorfer Rheinstadion gegenüber.

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