Sport : Flexible Garderoben und pfiffige Filzteppiche beim Design Preis Schweiz 2005

-

Manches wirkt erst, wenn es benutzt wird, so etwa die Garderobe „Boschetto“ von Fabio Biancaniello. „Boschetto“ heißt auf Deutsch „Wäldchen“, und ohne Kleidung sieht die modulare Garderobe mit ihren stilisierten Baumstämmen und kurzen Ästen aus wie ein Wald im Herbst. Aber hängen erst einmal die Mäntel an den kurzen Ästen, dann wird aus der Garderobe ein Paravent. „Boschetto“ ist ein Beispiel für originelles Schweizer Design, das noch bis zum 6. Juni im stilwerk in der Ausstellung Design Preis Schweiz 2005 zu sehen ist.

Die kleine Schau, die vom Design Center Langenthal zusammengestellt wurde, zeigt einige der Nominierten für den Preis, den es in unterschiedlichen Kategorien, unter anderem eben auch für Möbeldesign, gibt. Zu den flexiblen Möbeln gehört auch der Schrank „Dresscode“ von Nils Holger Moormann und Jörg Boner. Fast ohne Werkzeug kann er aus einem Holzrahmen und stabilen Wänden aus Textilverbundmaterial zusammengebaut werden. Fünf Einlegeböden, und fertig ist der Schrank. Ein äußerst mobiles, leichtes Möbel.

Was tun, wenn man gerne Filzteppiche produziert, die Maschine aber nur eine bestimmte Breite erlaubt? Man benutzt rustikale Reißverschlüsse und Schaniere, wie in der Kollektion + Plus. Dies sind nur einige Beispiele für gelungene Schweizer Tüfteleien im stilwerk in der Kantstraße 17, 10-22 Uhr. R.B.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben