Sport : Florian Mayers Serie geht in Paris weiter Souveräner Einzug in

die zweite Runde

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Paris - Florian Mayer hat seine Erfolgsserie auch bei den French Open fortgesetzt, Philipp Kohlschreiber auf der roten Asche von Paris dagegen den nächsten Tiefschlag erlebt. Während Mayer den Russen Igor Kunizyn mit 6:3, 4:6, 6:4, 6:3 besiegte und dabei seinen Status als derzeit bester deutscher Tennisspieler bestätigte, verlor Kohlschreiber gegen den an Nummer 24 gesetzten Amerikaner Sam Querrey mit 6:3, 1:6, 2:6, 4:6. Das Aus beim zweiten Grand-Slam-Turnier des Jahres kam auch für Rainer Schüttler und Andreas Beck. Benjamin Becker musste seinen Start in der französischen Hauptstadt kurz vor seinem Duell mit dem Schweden Robin Söderling wegen einer Ellenbogenverletzung absagen. Damit sind bereits 13 der 21 deutschen Profis in Paris ausgeschieden.

Mayer atmete nach seinem Sieg erst einmal ganz tief durch. „Das war ein richtiger Härtetest“, sagte der 27-Jährige. 2:57 Stunden musste die neue deutsche Nummer eins kämpfen. „Ich hätte das Ding auch verlieren können“, sagte der Bayreuther, der nun auf den Kolumbianer Alejandro Falla trifft.

Konzentriert und fokussiert ging der Franke zu Werke und ließ seinem Kontrahenten zunächst mit seinem variablen Spiel keine Chance. Nach gerade einmal 39 Minuten verwandelte Mayer seinen dritten Satzball zum 6:3 und schien einen entspannten Auftakt zu verleben. „Danach hat er mich mit seinem Spiel sehr überrascht, und ich war ein bisschen müde“, sagte Mayer, der sich in einer bislang für ihn ausgezeichneten Sandplatz-Saison bis auf Platz 19 der Welt vorgespielt hat. „Alles, was jetzt in diesem Jahr noch kommt, ist ein Bonus“, sagte Mayer. Als Top-20-Spieler zählt er nun bei Grand-Slam-Turnieren zu den Gejagten und bekam dies gleich zum Auftakt zu spüren. Kunizyn spielte unbekümmert auf und zwang Mayer zu Fehlern. Der Mannschafts-Weltmeister biss sich nach verlorenem zweiten Satz aber in die Partie. Erst haderte er mit sich selbst, im nächsten Moment pushte er sich mit einem lauten „Come on“-Ruf wieder selbst – auch das ist der neue Mayer 2011.

Für Philipp Kohlschreiber geht es dagegen weiter bergab. Gegen Querrey spielte der bis vor kurzem noch bestplatzierte Deutsche wie schon in den vergangenen Wochen zu wechselhaft, um die zweite Runde zu erreichen. Nach gutem ersten Satz verlor der 27-Jährige wieder völlig den Faden. Erst im vierten Satz fand der Augsburger zurück in die Partie, hatte in den entscheidenden Momenten aber nicht das Glück auf seiner Seite. dpa

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