Sport : Fluktuation im Ruderachter

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Köln Unter den deutschen Ruderern ist der Kampf um den Einer neu entbrannt. Mit einem Sieg bei den 1. nationalen Kleinboot-Meisterschaften auf dem Fühlinger See in Köln untermauerte Robert Sens seinen Anspruch auf den seit Jahren von Marcel Hacker besetzten Rollsitz. In seiner Abwesenheit nutzte der ehemalige Schlagmann des Doppelvierers seine Chance und verwies Christian Schreiber (Halle/Saale) mit fast zwei Sekunden Vorsprung auf Rang zwei. „Ich werde versuchen, Marcel zu schlagen. Einen Startplatz für den Weltcup habe ich mir verdient“, sagte Sens.

Damit muss Hacker erstmals seit Jahren um seine bisherige Vormachtstellung bangen. Noch kann er sich nicht sicher sein, ob er den Zuschlag für die Weltmeisterschaften Ende August in Japan erhält. Weil sich der ehemalige Weltmeister bei einem Fahrradunfall die Hand gebrochen hat, will der deutsche Verband die Nominierung möglichst lange herauszögern. „Beim Weltcup in München im Juni kommt es zum direkten Duell“, kündigte Sportdirektor Michel Müller an.

Bei den Frauen läuft viel auf Kathrin Boron aus Potsdam hinaus. Bei guten Wetterbedingungen dominierte die Doppelvierer-Olympiasiegerin von Athen den Einer-Endlauf. Sie kam gut drei Sekunden vor ihrer Vereinskollegin Christiane Huth ins Ziel. Ob sie die Nachfolge von Titelverteidigerin Katrin Rutschow- Stomporowski antreten wird, die nach ihrer olympischen Triumphfahrt eine Pause einlegt und noch immer über ein Comeback nachdenkt, ließ Boron offen.

Besonders groß könnte die Fluktuation im Deutschland-Achter ausfallen. Beste Aussichten auf einen Platz im deutschen Paradeboot haben Stefan Koltzk (Frankfurt/Oder) und Jan-Martin Bröer (Hameln) nach ihrem Endlaufsieg im Zweier ohne Steuermann. Beim Saisondebüt des Achters in rund drei Wochen auf der internationalen Hügelregatta in Essen werden voraussichtlich vier Neue im Boot des Olympiavierten sitzen. dpa

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