Formel 1 : Alles hängt an Alonso

Richtig in Schwung ist das Transferkarussell der Formel 1 noch nicht gekommen. Alles hängt an der Entscheidung von Fernando Alonso, die wiederum an Kimi Räikkönen hängt und der Frage, ob der Weltmeister am Saisonende doch zurücktritt und den Weg für Alonso zu Ferrari freimacht.

Karin Sturm
Alonso
Fernando Alonso -Foto: AFP

BudapestDie Roten sind das Ziel des Spaniers Alonso – wenn nicht Ende 2008, dann eben ein Jahr später. Und auch wenn Honda noch so sehr um Alonsos Gunst buhlt – dass der dem Werben nachgibt, ist eher unwahrscheinlich. Ein Wechsel für ein Jahr brächte weder ihm noch Honda etwas. Sogar Hondas Geschäftsführer Nick Fry sagt ganz offen, dass es ein Zweijahresvertrag sein müsse. Doch ob Alonso für mehrere Jahre Aufbauarbeit bei Honda seinen Traum von Ferrari aufgibt? Da bliebe er wohl lieber noch ein Jahr bei Renault. Im September, so sagt er, wolle er sich entscheiden – interessanterweise ist das die Zeit, in der bei Ferrari normalerweise die Personalentscheidungen fallen.

Bevor die Personalie Alonso nicht geklärt ist, will auch das Toro- Rosso-Team nichts entscheiden, obwohl sicher ist, dass ein Platz frei wird, vielleicht sogar zwei. Sagt zumindest Mitbesitzer Gerhard Berger, der den zu Red Bull aufsteigenden Sebastian Vettel ersetzen muss und mit seinem zweiten Fahrer, Sebastien Bourdais, bis jetzt nicht hundertprozentig zufrieden ist. Red Bull würde gern das Schweizer Talent Sebastian Buemi im Auto sehen, Bruno Senna ist eher der Favorit von Berger. Wobei Senna auch noch mit anderen Teams spricht, etwa mit Honda oder auch mit Williams.

Eine Entscheidung scheint zumindest gefallen: Nachdem McLaren-Geschäftsführer Martin Whitmarsh Heikki Kovalainen vor dem heutigen Großen Preis in Budapest für ein weiteres Jahr als Kollege von Lewis Hamilton bestätigt hat, ist klar, dass Nico Rosberg bei Williams bleiben muss – freie Plätze bei einem Topteam gibt es nicht mehr. Bei BMW besteht nach der Leistungssteigerung von Nick Heidfeld kaum ein Grund mehr, über den Austausch des Mönchengladbachers nachzudenken, auch wenn er gestern in der Qualifikation ein Opfer der berüchtigten Hungaroring-Verkehrs wurde und in der ersten Runde ausschied. Karin Sturm

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