Formel 1 : Alonso fährt weiterhin für Renault

Kaum ist die alte Formel-1-Saison beendet, schon werden die Veränderungen für 2009 bekannt gegeben. Im nächsten Jahr gibt es nur 17 Rennen und die Motoren müssen drei Rennen lang halten.

Alonso
Fernando Alonso bleibt Renault erhalten. -Foto: dpa

Der zweimalige Formel-1-Weltmeister Fernando Alonso hat für zwei weitere Jahre bei Renault unterschrieben. Dies gab der französische Rennstall am Mittwoch drei Tage nach dem Saisonfinale in Sao Paulo bekannt. "Fernandos Verpflichtung für die kommenden zwei Saisons bestätigt den Glauben, den er in das Team hat und wir sind erfreut, die Arbeit mit ihm fortzusetzen", sagte Teamchef Flavio Briatore.

Alonso, der auch immer wieder mit Ferrari in Verbindung gebracht wurde, will mit Renault die WM-Erfolge von 2005 und 2006 wiederholen. Der Kontrakt mit seinem brasilianischen Teamkollegen Nelson Piquet Junior wurde um ein Jahr verlängert.

Motoren müssen drei Rennen lang halten

Formel 1-Neuigkeiten gibt es auch von der Fia. Die Motoren in der Formel-1-Weltmeisterschaft im kommenden Jahr müssen drei statt wie bisher zwei Grand-Prix-Wochenenden halten. Dies entschied am Mittwoch der Weltrat des Internationalen Automobilverbandes Fia und reagierte damit auch auf Forderungen nach weiteren Einsparmöglichkeiten in der kostspieligen "Königsklasse" des Motorsports.

Zudem beschloss das sogenannte World Council nach den Diskussionen um die Rennstewarts in der am vergangenen Sonntag zu Ende gegangenen Saison Neuerungen bei der Besetzung der Rennkommissare. Verabschiedet wurde auch der Kalender der kommenden Saison, wonach es bei 17 Rennen und dem Aus des Kanada-Rennens bleibt.

Der Große Preis in Montréal war bei der vorangegangenen Sitzung des Weltrats bereits aus dem Saisonplan 2009 gestrichen worden. Grund dafür sind Zahlungsschwierigkeiten, wie Chef-Promoter Bernie Ecclestone erklärt hatte. Trotz aller Bemühungen und Gesprächen mit dem Briten gelang es den Nordamerikanern offenbar nicht, im kommenden Jahr doch wieder das Rennen austragen zu können.

Auf dem Nürburgring wird am 12. Juli gefahren

Überraschend wurde indes der Große Preis von China, der bislang immer gegen Ende der Saison ausgetragen wurde, in den April vorgezogen. Nach dem Auftakt am 29. März in Australien geht es über Malaysia eine Woche später dann nach Shanghai am 19. April. Der Europa-Auftakt erfolgt am 10. Mai mit dem Grand Prix in Spanien. Das einzige Rennen auf deutschem Boden steigt am 12. Juli auf dem Nürburgring, der sich jährlich mit dem Hockenheimring abwechselt. Am 27. September läutet der Große Preis von Singapur die vier letzten Saisonläufe ein. Von dort geht es eine Woche darauf in Japan um WM-Punkte. Nach dem Brasilien-Grand-Prix (18. Oktober) fällt die Entscheidung spätestens am 1. November bei der Formel-1-Premiere und dem gleichzeitigen Saisonfinale in Abu Dhabi.

Bezüglich der Rennkommissare beschloss der Weltrat einige Änderungen. Nachdem in dieser Saison Rufe nach ehemaligen Piloten für den Posten laut geworden waren ebenso wie Kritik an den nachträglichen Entscheidungen am Grünen Tisch, kündigte die Fia ein neues Wiederholungssystem an, durch das die Rennkommissare noch während des Laufs die strittigen Szenen bewerten können. Ehemalige Fahrer seien zudem nicht ausgeschlossen, sich um eine nationale Lizenz für Rennkommissare zu bemühen, hieß es in einer Fußnote. Zum besseren Verständnis und für eine größere Transparenz sollen nach dem Rennen Erklärungen zu den jeweiligen Urteilen auf der Fia-Homepage veröffentlicht werden. Das gilt auch für weiteres, dem Publikum zuvor möglicherweise nicht zugänglichen Filmmaterial. (sg/dpa)

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