Sport : Formel 1: An die Grenzen der Physik

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Formel-1-Fahrer sind immer auch Testfahrer. Aller Online-Datenübermittlung zum Trotz sind es vor allem ihre Auskünfte an das Team, die zu Verbesserungen führen. Das kann er nur, wenn er hart an die Grenzen der Fahrphysik herangeht, genau vor den Punkt, bevor der Wagen ausbricht. Dies wiederum gelingt dem Piloten nur dann, wenn er mit größtmöglicher Konzentration, Präzision und Wiederholbarkeit fährt - immer ein Stückchen weiter an die Kante heran, von der an das Fahrzeug unbeherrschbar wird.

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Online-Gaming: meinberlin.de sucht den Formel-1-Champion! Und dieser Bereich, der zwischen Asphalt und Kiesbett entscheidet, ist schmal geworden. Erinnern wir uns an den Käfer, die alte Heckschleuder. Schon lange, bevor es mit dem Ausbrechen des Hecks Ernst wurde, warnte er - man musste es halt im Hinterteil spüren. Heutige Fahrzeuge mit Stabilitätselektronik schieben diese Grenze immer weiter hinaus - der Punkt, da sich die Physik unkontrolliert austobt, setzt plötzlicher ein.

840 PS in einem Fahrzeug, das wenigstens 650 Kilo (samt Fahrer und Sprit) wiegen muss, das in weniger als drei Sekunden Tempo 100 erreicht und in noch weniger Zeit zum Stehen gebremst werden kann - das lässt sich nur mit einer guten Kondition aushalten.

Sensibilität für das Sportgerät, Präzision in der Bedienung, die Fähigkeit, mit Konstrukteuren an Verbesserungen zu arbeiten, Selbstdisziplin - das sind die Qualitäten, die Michael Schumacher an die Spitze gebracht haben. Hätten andere Fahrer mit dem besten der beiden Ferrari auch so viel Erfolg, liegt es also am Auto? Wohl nicht, aber so ein Test wäre spannend.

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