Sport : Formel 1: Beim Start Rad an Rad

Hartmut Moheit

Zwei Brüder in der ersten Startreihe, das hat es in der Formel-1-Geschichte noch nicht gegeben. Beim Großen Preis von Brasilien ist es nun soweit, Michael und Ralf Schumacher werden zum dritten WM-Lauf fast nebeneinander starten. "Eine tolle Leistung von Ralf. Ich habe es ja schon vorher gesagt, dass er mir näher kommt", lobte Michael, der Weltmeister im Ferrari, seinen jüngeren Bruder im BMW-Williams. Er selbst schaffte mit 1:13:760 Minuten für die schnellste Runde auf dem 4,309 km langen Kurs seine siebte Poleposition in Folge. Besser war nur Ayrton Senna, der es Ende der 80er Jahre auf acht gebracht hatte. Wie spannend der 30. Grand Prix von Brasilien über 72 Runden (305,909 km) werden könnte, zeigen die Zeitabstände. Während Ralf Schumacher 0,31 Sekunden auf die Bestzeit fehlten, waren es für Mika Häkkinen (McLaren-Mercedes) 0,34, Juan Pablo Montoya (BMW-Williams) 0,38, David Coulthard (McLaren-Mercedes) 0,39 und Rubens Barrichello (Ferrari) 0,41. Dahinter lagen Heinz-Harald Frentzen (Jordan-Honda) und Nick Heidfeld (Sauber-Petronas).

"Ich hoffe wir haben die Fans wach gerüttelt", meinte Michael Schumacher nach dem Erfolg, während Ralf meinte: "Das wird eine heiße Sache am Start. Es wäre natürlich schön, wenn ich vor Michael in die erste Kurve fahren würde, dann hätte er Probleme, mich zu überholen." Dieses Selbstbewusstsein hat auch mit der BMW-Power in seinem Williams zu tun. "Wir haben schon in Malaysia gesehen, dass wir dran sind. Jetzt müssen wir das nur in WM-Punkte umsetzen", meinte er.

Etwas geknickt neben den beiden Schumachers wirkte der zweimalige Champion Mika Häkkinen. "Da ist noch alles drin", sagte der Finne dennoch, "ich hoffe auf einen optimalen Start." Dass McLaren-Mercedes in diesem Rennen und auch künftig "beißen" wird, wie es wörtlich aus seiner Box zu hören war, das unterstrichen die beiden Fahrer bereits im Qualifying. Aber der Saisonaufsteiger heißt BMW-Williams, während zu den anderen Teams bereits ein größeres Loch klafft. Jordan-Honda und Sauber-Petronas konnten in Interlagos nicht in deren Phalanx einbrechen.

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