Sport : Formel 1: BMW verkauft Team an Sauber

München - Nach dem angekündigten Ausstieg aus der Formel 1 gibt der Autobauer BMW seinen Rennstall an dessen Gründer Peter Sauber zurück. Der Vertrag sei an die Bedingung geknüpft, dass das Team einen Startplatz für die Saison 2010 erhalte, teilte der Konzern mit. Die Chancen dafür stünden gut, sagte ein BMW-Sprecher. Zu welchem Preis der Konzern das Team verkauft, wollte er nicht sagen. Von den derzeit 388 Mitarbeitern am Standort Hinwil in der Schweiz kündigte BMW am Freitag rund 140. Weitere Entlassungen seien nicht auszuschließen. Insgesamt waren bislang 740 Mitarbeiter in der Formel 1 tätig. Betroffene in München und Landshut sind dem Sprecher zufolge anderswo im Unternehmen untergekommen.

Der Autobauer hatte den Schweizer Rennstall im Sommer 2005 von Sauber gekauft und war ab 2006 mit dem BMW Sauber F1 Team an den Start gegangen. Nach mäßigen Erfolgen beschloss BMW Ende Juli dieses Jahres, sich mit Ablauf der Saison 2009 aus der teuren Formel 1 zurückzuziehen. Mit den gesparten Millionen will sich der Konzern ein Image als umweltfreundlicher Hersteller verpassen. Im September kündigte BMW zunächst an, das Team an eine in der Schweiz ansässige Stiftung zu verkaufen, die die Interessen von Familien aus dem arabischen Raum und Europa vertritt. Der BMW-Sprecher sagte am Freitag, der Verkauf sei geplatzt, weil kein Startplatz zur Verfügung gestanden habe. Wie das bayerische Unternehmen haben sich zuletzt auch Toyota und Honda aus der Formel 1 zurückgezogen. Reuters

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