Sport : Formel 1: Ein Rekord zum Finale

Karin Sturm

Michael Schumacher beendete seine Formel-1-Saison 2001 in Japan so, wie er sie im Frühjahr in Australien begonnen hatte: mit einem souveränen Sieg. Damit fügte er seinen vielen Rekorden, die er in dieser Saison aufgestellt hat, noch einen weiteren hinzu. Nicht nur, dass er die Bestleistung von neuen Siegen pro Saison, die er selbst zusammen mit dem Briten Nigel Mansell hielt, erneut einstellte, mit 801 Punkten ist er nunmehr auch nach dieser Rechnung der erfolgreichste Fahrer aller Zeiten. "Das war ein perfektes Ende dieser Saison", sagte Schumacher, "das letzte Saisonrennen zu gewinnen ist genau das, was man vor der langen Winterpause braucht. Und ich glaube, wir können auch sehr zuversichtlich nach vorn schauen, das Team, das Auto, alles wird immer besser."

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Schumachers Weg zur WM
Online-Gaming: meinberlin.de sucht den Formel-1-Champion! Tatsächlich war der viermalige Champion im Ferrari in Suzuka schon mit einem neuen, etwas weiterentwickelten Chassis unterwegs gewesen, mit dem er der Konkurrenz keine Chance ließ. Lediglich Juan-Pablo Montoya im BMW-Williams konnte einigermaßen mithalten: "Wenn ich nicht immer in den ersten Runden mit einem neuen Satz Reifen solche Probleme gehabt hätte, dann wäre es sogar noch deutlich enger geworden", sagte Montoya.

Das besondere Duell zwischen Michael Schumacher und Juan Pablo Montoya - war das schon ein Vorgeschmack auf die Saison 2002? "Ich erwarte auf keinen Fall, dass es im nächsten Jahr leicht wird", urteilt Schumacher, "die Konkurrenz wird sicher gleichermaßen von BMW-Williams und von McLaren-Mercedes kommen. Man kann sich da nicht auf einzelne Fahrer festlegen. Dieses Jahr hätten auch alle gedacht, dass es Häkkinen wird, auf einmal war Coulthard mein Hauptrivale."

Momentan scheint sich Juan Pablo Montoya mit seiner frechen Fahrweise zum großen Rivalen zu entwickeln. "Wir müssen nur über den Winter zusammen mit unserer Reifenfirma Michelin sehr hart daran arbeiten, dass wir diesen Nachteil mit den Reifen in den ersten Rennrunden nicht mehr haben", sagt der Kolumbianer, der speziell in der zweiten Saisonhälfte immer stärker wurde.

Niemand sollte die Silberpfeile von McLaren-Mercedes, die in Suzuka die Ränge drei und vier belegten, wobei Aussteiger Mika Häkkinen seinem Teamkollegen David Coulthard den Podiumsplatz schenkte, schon abschreiben. Mercedes-Sportchef Norbert Haug ist sich bereits sicher: "Fehler, die man selbst macht, kann man auch selbst abstellen, dann ist man wieder stark. Und wir werden 2002 wieder stark sein."

Noch unsicher ist für 2002 die Zukunft von Heinz-Harald Frentzen. Entweder bei Prost oder bei Arrows wird man den Gladbacher, der in Suzuka ein klasse Rennen fuhr, wiedersehen. Frentzen verlor durch eine Berührung mit Pedro de la Rosa am Anfang den Frontflügel und durch den fälligen Boxenstopp viel Zeit, doch die Aufholjagd war sehenswert. Frentzen, zwischen Freude darüber und Ärger über den Zwischenfall hin- und hergerissen, wusste: "Normal wäre ein siebter oder achter Platz dringewesen." Jetzt hofft er nur, dass Prost für 2002 sein Budget zusammenbekommt, dann würde er auf jeden Fall gern bei den Franzosen bleiben.

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