Sport : Formel 1: Ein Rennen, zwei Sieger

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Dass Michael Schumacher ein gutes Verhältnis zu Mika Häkkinen pflegt, ist bekannt. Um das zu demonstrieren, bedurfte es nicht erst seiner Aussage beim England-Grand-Prix, dass er sich über die zurückgewonnene Stärke des Finnen freuen würde. Wer da Kalkül witterte, der tat dem Deutschen unrecht. Auch seine Gratulation nach dem gestrigen Rennen, das Häkkinen souverän vor Michael Schumacher gewann, war ehrlich gemeint. Keine Frage. Häkkinen hatte sich das im McLaren-Mercedes redlich verdient.

Zum Thema Online Spezial: Formel 1 Was sollte bei Michael Schumacher auch für schlechte Laune gesorgt haben? Selbst als Zweiter war er Sieger des Tages in Silverstone. Schumacher bekam sechs Punkte, während sein ärgster Kontrahent im Kampf um den Titel, der Schotte David Coulthard, im zweiten Silberpfeil leer ausging. Da konnte es Schumacher locker verschmerzen, dass er die Traummarke des Franzosen Alain Prost, der 51 Grand-Prix-Siegen in seiner Karriere erreicht hatte, noch nicht egalisieren konnte. Es zweifelt ohnehin niemand daran, dass Michael Schumacher die Traummarke für künftige Generationen weitaus höher schrauben wird. Aber ein Sieg in England, der musste nicht unbedingt sein. Beim gleichzeitigen Ausfall von Coulthard hätte Schumacher in zwei Wochen in Hockenheim - bei gleichem Ausgang - als alter und neuer Weltmeister festgestanden. Nichts ist schädlicher für die Formel 1, als Rennen, bei denen es um nichts geht.

Häkkinens Sieg nährt Hoffnungen, dass McLaren-Mercedes die Titel-Entscheidung hinauszögern kann. Wenn erneut Mika Häkkinen einen Grand Prix gewinnen würde, wäre Michael Schumacher wieder ein fairer Verlierer. Weil er den Finnen mag. Aber auch, weil ihm der vierte Weltmeistertitel fast sicher ist.

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