Formel 1 : Gesunde Rivalität in Hockenheim

Mercedes will BMW am Wochenende in Hockenheim besiegen - dabei geht es um mehr als Punkte.

Haug
Mercedes Motorsport-Chef Norbert Haug macht keinen Hehl aus seiner Freude. -Foto: dpa

Stuttgart - Für BMW und Mercedes geht es beim Heimrennen in Hockenheim um mehr als Punkte. Beim Großen Preis von Deutschland an diesem Wochenende steht für die beiden großen Automobilkonzerne auch viel Prestige auf dem Spiel. „McLaren-Mercedes ist kein Wettbewerber wie jeder andere, es existiert eine gesunde Rivalität“, sagt BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen. Sein Unternehmen schätze die Konkurrenz in der Formel 1 und auf dem Automobilmarkt.

Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug lässt keinen Zweifel daran, dass die derzeit als Dritter noch hinter den Bayern und Ferrari liegenden Schwaben am Saisonende in der Konstrukteurs-WM ganz vorne landen wollen. „Wir wollen Erster werden. Das sind wir augenblicklich vor Hockenheim in der Fahrerwertung und das möchten wir nach 18 Rennen in beiden Wertungen sein.“ Nach dem bisherigen Saisonverlauf scheinen die Silbernen am Sonntag gegenüber den Weiß-Blauen einen kleinen Vorteil zu haben. Vizeweltmeister Lewis Hamilton triumphierte bislang schon dreimal, Robert Kubica glückte beim Doppelerfolg in Montreal vor Teamkollege Nick Heidfeld der erste Grand-Prix-Sieg für BMW-Sauber. „Vielleicht sind wir jetzt Favorit für viele“, sagt Haug nach Hamiltons Triumph im Regen von Silverstone. Haug will in die zweite Saisonhälfte möglichst so starten wie in die erste: „Mit einem Sieg.“ Sein Münchner Kollege verspricht, das Team werde „alles daran setzen, auch in Hockenheim das Maximum zu erreichen“. Heidfelds glänzender zweiter Platz in Großbritannien hat die Zuversicht gestärkt, erneut auf dem Podium zu landen.

Zugleich hat der Mönchengladbacher mit seiner beeindruckenden Vorstellung beste Eigenwerbung für eine Fortsetzung der Partnerschaft betrieben. Heidfeld muss sich nach einem längeren Hänger gewaltig steigern, um auch 2009 bei BMW-Sauber im Cockpit sitzen zu dürfen. „Ein Team, das in der WM eine Rolle spielen will, braucht zwei starke Fahrer“, sagt Theissen. „Ich bin aber überzeugt, dass wir in der zweiten Saisonhälfte einen starken Nick sehen werden.“

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