• Formel-1-GP in Monte Carlo: Häkkinen fängt Schumacher noch ab: Schnellster beim Freien Training

Sport : Formel-1-GP in Monte Carlo: Häkkinen fängt Schumacher noch ab: Schnellster beim Freien Training

Hartmut Moheit

Mit einigen Sorgen geht Jung-Vater Heinz-Harald Frentzen in den siebenten Formel-1-Grand-Prix des Jahres. Schon beim Blick aus seinem Fenster in Monte Carlo hat er sich mental auf diesen WM-Lauf einstellen können, aber ebenso auf die möglichen Gefahren. "Die Leitplanken geben zwar Sicherheit", meint der Deutsche im Jordan-Mugen-Honda, "wenn sich zwei Autos aber mit den Rädern berühren, einer vielleicht daraufhin aufsteigt, dann kann es durchaus zur Katastrophe kommen. Vielleicht sollte man extra für diesen Stadtkurs die viel diskutierten Radverkleidungen einführen." Er und seine Kollegen hoffen für das Rennen am Sonntag, dass alles dann wieder einmal gut gehen möge. Beim Freien Training, traditionell in Monaco bereits am Donnerstag ausgetragen, spielte der direkte Fight zwischen den 22 Fahrern in ihren Boliden mit über 800 Pferdestärken unter der Haube noch keine Rolle.

Beim "Einzelzeitfahren" ging es darum, sich an das Kurvenkarussell zu gewöhnen und die beste Abstimmung für das morgige Qualifying zu finden. "Hier ist die erste Startreihe beinahe Pflicht, denn aus den hinteren Reihen ist unter normalen Umständen kaum etwas zu gewinnen", meinte WM-Spitzenreiter Michael Schumacher. Nach perfekter Einstimmung war der zweimalige Champion im roten Ferrari lange Zeit der Maßstab für alle. "Es ist nun mal mein Lieblingskurs", entschuldigte er sich fast für seine Leistung. Den psychologisch wichtigen Vorteil der Tagesbestzeit konnte Schumacher letztlich aber nicht für sich verbuchen. Um 0,099 Sekunden wurde sie von Doppelweltmeister Mika Häkkinen im McLaren-Mercedes in dessen letzter Runde noch unterboten. Bereits der Dritte, David Coulthard mit dem zweiten Silberpfeil, lag mit 0,7 Sekunden weit hinter dem Duo. Frentzen und Ralf Schumacher blieben auf den Rängen vier und fünf über eine Sekunde dahinter.

Nicht unerwartet gab es in den ersten zwei Sektionen vor dem 58. Großen Preis von Monaco auch einige brenzlige Situationen, die jedoch nur Materialschaden zur Folge hatten. Pedro Diniz fuhr den Sauber-Petronas recht heftig in die Leitplanken und auch Nick Heidfeld (Prost-Peugeot) erwischte es wieder einmal. Das deutsche Talent schaffte zuvor zwar 23 Runden, aber unter dem Strich blieb für ihn bei sommerlichen Temperaturen nur der 21. Rang übrig. Vier Sekunden hinter Häkkinen, der 1998 mit dem Monaco-Sieg einen entscheidenden Schritt zum WM-Titel machte. Er und der viermalige Sieger Michael Schumacher, auch im Vorjahr vorn, sind nach dem gestrigen Tag favorisiert.

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