Formel 1 : Heimsieg in Hockenheim

Michael Schuhmacher hat überlegen vor seinem Teamkollegen und Mercedes gewonnen. In der WM-Wertung verkürzt er mit seinem dritten Sieg in Folge seinen Rückstand auf elf Punkte.

Hockenheim - Formel-1-Rennfahrer Michael Schumacher konnte im Kampf um seinen achten Weltmeistertitel erneut Boden auf den spanischen Vorjahres-Champion Fernando Alonso gutmachen. Der 37-jährige Ferrari-Pilot gewann auf dem Hockenheimring den Großen Preis von Deutschland vor seinem Teamkollegen Felipe Massa und Kimi Räikkönen (McLaren Mercedes). Alonso im Renault musste sich mit Rang 5 zufrieden geben. In der WM-Wertung hat Schumacher mit seinem dritten Sieg in Folge den Rückstand auf elf Punkte verkürzen können.

Mit dem Doppelsieg unterstrich der italienische Traditions-Rennstall eindrucksvoll seine wiedergewonnene Stärke. Das gute Ergebnis hatte sich bereits im Training und im Qualifying abgezeichnet. "Das Auto hat fantastisch funktioniert", sagte ein sichtlich zufriedener Schumacher nach dem Rennen. Für Ferrari sei es ein überragendes Wochenende gewesen, sagte der siebenfache Champion. Er zeigte sich optimistisch, den Rückstand auf den Spitzenreiter auch im nächsten Rennen weiter zu verkürzen. Bereits in einer Woche steht auf dem Budapester Hungaroring der Grand Prix von Ungarn auf dem Programm. Im vergangenen Jahr wurde Schumacher dort hinter Räikkönen Zweiter, im Ferrari gewann er dort 1998, 2001 und zuletzt 2004. Auch Ferraris technischer Direktor, Ross Brawn, konnte seine Genugtuung nicht verhehlen. "Es hätte nicht besser laufen können", sagte er. Das Team werde immer besser.

Probleme bei Alonso

Das kann Alonsos Rennstall Renault hingegen nicht behaupten. Teamchef Flavio Briatore übt sich indes mit Durchhalteparolen: "Wir sind nach wie vor vorn." Besonders die Reifen machten es Alonso und dessen Teamkameraden Giancarlo Fisichella schwer, auf dem Hockenheimring mit den beiden enteilten Ferraris mitzuhalten. Die Michelin-Pneus entwickelten trotz einer harten Mischung Blasen auf dem durch die Sonne erhitzten Belag. "Wir hatten heute Probleme", musste auch Briatore zugeben.

Ralf Schumacher (Toyota) als zweitbester Deutscher verpasste als Neunter denkbar knapp die Punkteränge. Die beiden anderen deutschen Piloten Nick Heidfeld (BMW Sauber) und Nico Rosberg (Williams) beendeten das Rennen hingegen vorzeitig. Während Heidfeld in der zwölften Runde seinen Boliden mit einem Defekt in der Box stehen lassen musste, schied Rosberg bereits in der ersten Runde nach einem Fahrfehler aus. (tso/ddp)

0 Kommentare

Neuester Kommentar