Formel 1 : Legende Alain Prost rät Vettel von Wechsel ab

Der viermalige Formel-1-Weltmeister Alain Prost rät dem Red-Bull-Piloten Sebastian Vettel von einem Teamwechsel ab. "Wenn ich Sebastian wäre, würde ich das Team nicht wechseln", sagte der 58-Jährige im Interview mit dem "Tagesspiegel am Sonntag".

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Der vierfache Weltmeister Alain Prost galt Ende der 80er Jahre als Dauerrivale des verstorbenen Ayrton Senna. Er fuhr für McLaren, Renault, Ferrari und Williams und führte in der Zeit von 1997 bis 2001 seinen eigenen Rennstall Prost Grand Prix.
Der vierfache Weltmeister Alain Prost galt Ende der 80er Jahre als Dauerrivale des verstorbenen Ayrton Senna. Er fuhr für McLaren,...Foto: afp

"Man kann nicht nur deshalb wechseln, um das Publikum glücklich zu machen. Das muss andere Gründe haben. Zum Beispiel, dass man glaubt, allmählich bei seinem alten Team die Motivation zu verlieren. Vielleicht geht das Sebastian ja in ein oder zwei Jahren so. Oder er denkt, dass in ein paar Jahren vielleicht Ferrari, Mercedes oder Lotus konkurrenzfähiger sein werden. Auch das wäre ein Grund für einen Wechsel. Ein Fahrer muss dort fahren, wo es für ihn am besten ist." Zuletzt hatte Michael Schumacher dem viermaligen Weltmeister Vettel zum Wechsel geraten, um seine Kritiker zum Verstummen zu bringen.

Prost verteidigte Vettel stattdessen gegen diese Kritik und auch gegen die Pfiffe, die er sich bei seinen Siegen unlängst anhören musste. "Jemandem nicht die volle Anerkennung zu zollen, die Einschätzung seiner Leistung vielleicht ein bisschen zu hinterfragen, das ist eine Sache", sagte Prost. "Jeder hat andere Lieblingsfahrer und Lieblingsteams. Wenn jemand gewinnt, den man nicht mag, dann kann man ihn meinetwegen ignorieren. Aber ausgepfiffen zu werden, das verdient niemand, das ist einfach nicht korrekt. Es ist respektlos. Und Respekt ist etwas sehr Wichtiges."

Sollte diese Art der Kritik nicht aufhören, könne Vettel auf lange Sicht sogar die Motivation verlieren. Prost: "Wenn Sebastian ständig weiter kritisiert und nicht richtig anerkannt wird, dann ist das zusätzlicher Druck und könnte auch dazu beitragen, dass er sich irgendwann die Frage stellt: Warum mache ich das alles eigentlich noch?" Das ganze Interview finden Sie im "Tagesspiegel am Sonntag".

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