Sport : Formel 1: Mercedes schimpft über McLaren

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Gedrückte Stimmung herrschte in Kanada bei den Silberpfeilen. Der Ausfall von David Coulthard warf erneut Fragen auf. Ein Wasserleck hatte zu Kühlwasserverlust, steigenden Temperaturen und damit zum Motorschaden geführt. Der Schotte wusste schon vor dem Start, dass er keine Chance haben würde. In der Aufwärmrunde fischte er nämlich eine kleine Mutter aus dem Cockpit, die ihm zwischen den Füßen herumflog: Sie hatte sich von der Vorderradaufhängung gelöst. "Die Aufhängung war dadurch natürlich nicht ganz in Ordnung, das Auto lag von Anfang an sehr schlecht", sagte Coulthard. Das Team stellte ihm sogar frei, gleich aufzuhören, "aber ich wollte es auf jeden Fall probieren, vielleicht doch ein paar Punkte zu holen". Es half nichts, Coulthard schied in der 56. Runde aus. Trotzig sagte der Schotte, die WM sei bei 18 Punkten Rückstand auf Schumacher "noch längst nicht entschieden. Wer Herausforderungen nicht mag, hat in der Formel 1 nichts zu suchen". Der Zorn in seiner Stimme war nicht zu überhören: Eine Mutter, die sich in der Aufwärmrunde löst, das sei einfach kein Formel-1-Standard. Es kriselt ein wenig in der einst so erfolgreichen Beziehung zwischen Motorenhersteller Mercedes und McLaren, zuständig für die Karosserie. Mercedes-Vorstand Jürgen Hubbert sagte vor lauter Verärgerung sogar seinen Besuch beim Großen Preis von Europa in zwei Wochen am Nürburgring ab.

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