Sport : Formel 1: Mercedes und BMW erwarten Einigung

Mercedes und BMW rechnen mit einer Einigung im Formel-1-Streit mit der KirchGruppe. "Es wird keine zwei Serien geben. Ich denke, dass es in dem langen Zeitraum zu einer Einigung kommt", sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug am Rand des Großen Preises von San Marino in Imola. BMW-Motorsportdirektor Gerhard Berger erklärte: "Angesichts des bis Ende 2007 gültigen Concorde-Abkommens besteht kein Grund zur Eile. Wir werden in den nächsten Wochen schauen, was für die Hersteller, das Fernsehen und die Aktienbesitzer verbessert werden kann." Durch das von allen Teams mitgetragene Concorde-Agreement, das den Ablauf der Formel 1 regelt, wäre eine Gegenserie ab 2008 realisierbar.

Haug stellte zugleich klar, dass es sich bei der Ankündigung der fünf in der Formel 1 aktiven europäischen Automobilkonzerne, eine Gegenserie zu gründen, "nicht um Säbelrasseln" gehandelt habe. Es gehe um die Rolle der Hersteller. DaimlerChrysler (McLaren-Mercedes), BMW (BMW-Williams), Fiat (Ferrari, Sauber-Petronas und Prost-Acer), Ford (Jaguar- Cosworth), Renault (Benetton-Renault), Honda (Jordan-Honda und BAR-Honda) rüsten schon jetzt neun der elf Teams mit Motoren aus. Toyota kommt 2002 als siebenter Hersteller dazu.

"Ich begrüße das starke Engagement der Hersteller", sagte Teamchef Frank Williams. McLaren-Teamchef Ron Dennis erklärte: "Die Formel 1 ist unser Geschäft, aber auch unsere Leidenschaft." Die Rennställe versuchten, einen positiven Einfluss auf die Zukunft zu nehmen. Im Vorfeld des WM-Laufs in Imola hatten sich die Teamchefs mit Formel-1-Boss Bernie Ecclestone getroffen, ohne sich viel näher gekommen zu sein. Dabei ging es unter anderem um die angekündigte eigene Hersteller-Serie und die Fernsehübertragung. Nachdem die Münchner KirchGruppe 75 Prozent an der Formel-1-Vermarktungsgesellschaft SLEC kontrolliert, befürchten die Autokonzerne, dass die Rennen künftig im Pay-TV übertragen werden.

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