Formel 1 : Mosley traut Hamilton Schumachers Rekorde zu

Max Mosley traut Shooting-Star Lewis Hamilton zu, in der Formel 1 die scheinbar für die Ewigkeit bestimmten Bestmarken von Michael Schumacher zu knacken. Der Fia-Präsident lobt aber nicht nur den jungen Engländer.

Max Mosley
Fia-Präsident Max Mosley. -Foto: afp

London "Wenn er über einen so langen Zeitraum wie Michael Rennen gewinnen kann, wird er Michaels Rekorde vielleicht tatsächlich einmal brechen", sagte der Chef des Automobil-Weltverbandes FIA in London. Der 23 Jahre alte McLaren-Mercedes-Pilot Hamilton hat in seiner Debütsaison in der Königsklasse vier Grand Prix gewonnen und den WM-Titel nur knapp mit einem Punkt Rückstand auf den finnischen Ferrari-Star Kimi Räikkönen verpasst.

Mosley sieht viele gute junge Fahrer

Allerdings wird es laut Mosley für den jungen Briten beileibe nicht einfach, Schumachers sieben WM-Titel und 91 Grand-Prix-Siege zu erreichen. "Es gibt eine Menge guter junger Fahrer, deshalb wird er in den nächsten Jahren sicher keine einfache Zeit haben. Aber wenn nicht plötzlich etwas dramatisch falsch läuft, wird Lewis Hamilton noch einige Meisterschaften gewinnen", sagte der FIA-Chef.

Die jungen Piloten hätten 2007 im ersten Jahr nach Schumachers Abschied die Formel-1-Fans weltweit fasziniert. "Lewis Hamiltons Erfolg und auch die Erfolge von einigen anderen jungen Fahrern haben das Interesse an der gesamten Formel 1 erneuert und gefestigt", meinte Mosley.

Mosley lobt Vettel

Es gäbe eine "ganze Reihe von Leuten, die schon selber Superstars wären", wenn es Hamilton nicht gäbe. "Sebastian Vettel zum Beispiel, und ich denke, auch Sebastien Bourdais wird vielleicht in diesem Jahr manche Leute überraschen", meinte Mosley: "Und dann sind da schließlich auch noch Robert Kubica oder Nico Rosberg. Adrian Sutil ist möglicherweise sehr schnell, wenn er mal eine kleine Chance im Auto bekommt."

Unter anderem auch wegen der Erfolge der neuen Fahrergeneration habe die Spionage-Affäre der vorigen Saison der Formel 1 nicht geschadet, meinte Mosley. Im Gegenteil, die Königsklasse sei dadurch sogar gestärkt worden. "Ich denke, dass die Formel 1 aus solchen Dingen stärker hervorgeht, weil das unseren Willen gezeigt hat, das zu tun, was nötig ist, um die Fairness sicherzustellen", sagte Mosley in London. (mbo/sid)

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