Sport : Formel 1: Ohne Berührungsängste

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Wenn es einen gibt, der vor Michael Schumacher überhaupt keinen Respekt hat, der gar nicht daran denkt, gegen den viermaligen Weltmeister zurückzustecken, dann ist es Juan-Pablo Montoya. Was er auch in der ersten Kurve von Sepang wieder bewies, als er beim Duell mit Schumacher außen blieb, dem Weltmeister auf der Innenseite aber nicht sehr viel Platz ließ: "Ich musste außen sein, um in der nächsten Kurve die bessere Linie zu haben - aber nicht weiter außen, denn da ist zu viel Dreck." Als Schumacher dann ein bisschen von seiner Linie abkam, war es passiert: Die beiden Autos berührten sich.

Es war nicht die erste und sicher auch nicht die letzte Begegnung zwischen Schumacher und Montoya. Schon im letzten Rennen in Australien lieferten sie sich einen heftigen Kampf, letztes Jahr in Brasilien überraschte der Kolumbianer den Kerpener mit einem knallharten Überholmanöver. Und in Österreich endete eine Auseinandersetzung im Kiesbett. Nachdem es anfangs auch verbal recht ordentlich zwischen den Beiden zur Sache ging, scheinen sie nun sogar Freude am direkten Vergleich zu finden. Die Reaktionen nach dem gestrigen Startunfall belegen das. Ob er überrascht gewesen sei, dass Schumacher direkt nach dem Start so scharf und knapp vor ihm nach innen gezogen sei, wurde Montoya gefragt. "Nein, wieso, das macht er doch immer so", antwortete er. Schumacher grinste nur. "Juan-Pablo hätte mir auch ein bisschen mehr Platz lassen können, aber er hat es nicht getan", schoss er ein bisschen zurück, "und da hat es eben gekracht. Aber das ist Rennsport." Zumindest, wenn die beiden so unterschiedlichen Charaktere auf der Rennstrecke aufeinander treffen. Und das werden sie nach Lage der Dinge noch häufiger. Womöglich auch bald im Kampf um den WM-Titel.

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