Sport : Formel 1: Quick Nick muss sich gedulden

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Bis morgen müsste sich Alain Prost entscheiden, ob er die Option auf Nick Heidfeld für die kommende Saison einlöst. So steht es im Vertrag. "Im Moment habe ich wichtigere Dinge zu tun", sagt der Teamchef mit verkniffener Miene. Seine eigene Zukunft zu sichern, vor allem. Heidfeld hängt dadurch mit in der Luft. "Ich würde gern für Prost weiterfahren, denn ich arbeite gut mit den Leuten zusammen." Heidfeld weiß aber, dass zuvor noch vieles geklärt werden muss: "Natürlich hängt alles von den Lösungen ab, die sich für Prost finden."

Nach dem Rückzug von Peugeot am Ende dieser Saison steht Prost ohne Motorenvertrag da. Die naheliegendste Lösung wäre Supertech - aber bei den Renault-Bossen gibt es nicht viele Prost-Freunde. Schließlich ist der viermalige Weltmeister bekannt dafür, bei Misserfolgen mit Vorliebe seine Motorenpartner anzugreifen. Da half auch nichts, dass Prost versuchte, einflussreiche Freunde in französischen Regierungskreisen zu mobilisieren, um Druck auf den Staatsbetrieb Renault auszuüben.

Mittendrin im ganzen Durcheinander stecken Heidfeld und sein Management. Eine vernünftige Möglichkeit zu wechseln wäre Sauber-Mercedes, wo nach dem Weggang von Mika Salo zu Toyota und dem wahrscheinlichen Rausschmiss von Diniz zwei Sitze frei werden. Favorit für einen der beiden Plätze ist im Moment allerdings der bei BAR geschasste Brasilianer Ricardo Zonta, auch Alexander Wurz und Jos Verstappen reden mit den Schweizern.

Zonta, Heidfeld und Wurz schielen gleichzeitig auf die "letzte Möglichkeit", sollte sonst nichts klappen: auf den Testfahrer-Job bei McLaren-Mercedes. "Ich denke, dass ich das machen könnte", meint Heidfeld, der am vergangenen Wochenende beim DTM-Wochenende am Nürburgring nicht nur seinen Bruder Sven in der Formel 3 unterstützte, sondern auch sehr oft im Mercedes-Zelt anzutreffen war.

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