Sport : Formel 1-Saisonauftakt: Nick Heidfeld mit dem Motor des Weltmeisters

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Welche Erkenntnisse vermitteln Testergebnisse? Bekanntlich nicht viele, wenn davon der spätere Rennverlauf abgeleitet werden soll. Nur für Nick Heidfeld, den Mönchengladbacher im Sauber, trifft das nicht hundertprozentig zu. Denn 2000, seiner Premieren-Saison in der Formel 1, fuhr er im Prost der Konkurrenz hoffnungslos hinterher. Da konnte es für ihn nach dem Wechsel ins Schweizer Team aus Hinwil nur besser werden, was er auch prompt im Vorfeld des Grand Prix in Melbourne unter Beweis stellte.

Eine zweite Facette seines total erfolglosen Jahres war, dass Heidfeld von einigen Experten deutliche Kritik einstecken musste. Er sei die Saison etwas arrogant angegangen und habe dafür die Quittung bekommen, meinten etwa sein damaliger Teamkollege Alesi, aber auch Beobachter wie Christian Danner. Das waren Vorwürfe, die der 23-Jährige jedoch für unberechtigt hält: "Ich habe nur einiges im Team kritisiert, in der Hoffnung, etwas verbessern zu können. Das werde ich auch weiterhin tun, versuchen, damit mein Team anzutreiben. So etwas hat mit dem Alter nichts zu tun. Wenn etwas nicht stimmt, dann muss und werde ich das sagen", verteidigt sich Heidfeld vehement dagegen.

Doch 2001 scheint für ihn von vornherein andere Perspektiven zu bieten. Bei Sauber hat "Quick Nick" nicht nur ein Team gefunden, das auf ihn eingeht, mit dem er sich bestens versteht und das von seinen Leistungen sehr angetan ist, sondern auch ein Auto, das offensichtlich zumindest im Mittelfeld bestehen kann. Die Testergebnisse waren jedenfalls viel versprechend: Die Zuverlässigkeit stimmte, und zudem war der Sauber auch schnell. Das musste er auch sein, denn im Heck hat er schließlich den Ferrari-Motor, mit dem Michael Schumacher im vergangenen Jahr Weltmeister wurde. Er war sogar so schnell, dass Heidfeld in Mugello gegen die Ferrari-Konkurrenz einen Tag lang den Rundenrekord hielt.

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