Sport : Formel 1: Schumacher freut sich auf neue Regel

sid

Erstmals seit 1993 ist in der Formel 1 wieder eine Traktionskontrolle erlaubt. Diese elektronische Fahrhilfe, die beim Beschleunigen ein Durchdrehen der Hinterräder verhindert, ist ab dem Großen Preis von Spanien am Sonntag (14 Uhr/live auf RTL) in Barcelona vom Automobil-Weltverband Fia für alle elf Teams zugelassen. Damit enden auch wochenlange Spekulationen und Verdächtigungen, nachdem die Traktionskontrolle in den ersten vier Rennen des Jahres noch verboten war. Vor allem Michael Schumacher und Ferrari waren wiederholt Zielscheibe von Angriffen der Konkurrenz. Vermutungen, nach denen der italienische Traditionsrennstall die ersten beiden Rennen mit Hilfe einer Art Traktionskontrolle überlegen gewonnen haben soll, konnten nie bewiesen werden.

"Jetzt kommt endlich wieder Ruhe in die Formel 1, das Gerede von illegalen Autos hört auf. Das war ohnehin Blödsinn. Ferrari ist von der Fia genau kontrolliert worden, alles war in Ordnung und hat den Regeln entsprochen", sagte Michael Schumacher. Der Weltmeister geht nicht davon aus, dass sich durch die Freigabe der Traktionskontrolle die Kräfteverhältnisse verschieben könnten. "Wir haben ein gutes Auto, und das wird überall schnell sein. Ich glaube nicht, dass wir in Barcelona eine Überraschung erleben werden. Die Top-Teams werden der Konkurrenz wieder ein Stück wegfahren", sagte Schumacher.

Zunächst erwartet er noch kleine Abstimmungsprobleme durch die Traktionskontrolle. Wenn alles vollautomatisch sei, käme es nur noch auf die Reaktionszeit des Fahrers an. Schumacher: "Dann sollte es nicht mehr zu solchen Startpannen kommen wie bei Mika Häkkinen in Brasilien." Und: "Die Rennen werden im Regen sicherer."

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