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Formel 1 : Sebastian Vettel ist zum zweiten Mal Weltmeister

Zum Sieg im japanischen Suzuka hat es für Sebastian Vettel zwar nicht gelangt, aber Platz drei reichte um seinen WM-Titel zu verteidigen. Die Freude über die Titelverteidigung schlug bei Vettel nur langsam durch.

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09.10.2011 09:35Geschafft: Sebastian Vettel hat seinen WM-Titel verteidigt.

Sebastian Vettel war gerade über die Ziellinie der Strecke von Suzuka gefahren, und was ihm danach im Kopf herumging, verriet ein kleines Wörtchen. Er sagte es seiner Pressesprecherin Britta Roeske nach der Siegerehrung, und dieses kleine Wörtchen fängt mit „Sch“ an und hört mit „e“ auf. Der Formel-1-Weltmeister Vettel hatte gerade als jüngster Pilot der Geschichte seinen Titel verteidigt, doch der Red-Bull-Fahrer war beim Großen Preis von Japan hinter Jenson Button im McLaren und Fernando Alonso im Ferrari eben nur Dritter geworden, und das wurmte ihn doch ein wenig.

Es dauerte im ganzen Red-Bull-Team ein bisschen, bis die große Freude so richtig durchbrach. Im Gegensatz zum vergangenen Jahr in Abu Dhabi, als er den Titel sensationell im letzten Saisonrennen holte, war es diesmal nur noch die Frage, wann Vettel auch rechnerisch als Weltmeister feststehen würde. Am Sonntag war es soweit, vier Rennen vor Ende der Saison.

Zwar verteilte Vettel nach 53 umkämpften Runden in Japan Dankesbekundungen an das Team, aber auch „an meinen Trainer Tommi Pärmakoski, der wirklich der Mensch ist, mit dem ich im Laufe eines Jahres am meisten Zeit verbringe. Ich möchte auch seine Familie in Finnland grüßen, sie hat einen tollen Sohn mit einem ganz großen Herz.“ Doch dass erst einmal die Enttäuschung über den verpassten Sieg überwog, das verriet nicht nur Vettels Gesichtsausdruck während der Pressekonferenz. Eher nachdenklich, fast ein bisschen traurig, wirkte der 24-Jährige da, trotz der „fantastischen Saison, der tollen Leistung des ganzen Teams“, all dieser Worte, die eben gesagt werden, wenn man gerade seinen zweiten Weltmeistertitel gewonnen hat und nach einem fantastischen Jahr mit neun Siegen, 14 Podestplätzen in bislang 15 Rennen jüngster Doppelweltmeister aller Zeiten geworden ist.
In Suzuka wurde es nichts mit dem Sieg – auch deshalb, weil die Boxenstopps diesmal nicht optimal abliefen. So verlor Vettel zwei Positionen und bekam später auch ziemlich deutlich vom Team gesagt, er solle nicht angreifen, sondern sich mit Platz drei und dem Titel begnügen. Es wäre aber laut Vettel ohnehin „sehr schwer geworden, an Fernando vorbei zu kommen. Noch einmal hätte er mich sicher nicht so durchlassen wollen wie in Monza.“


Wie Vettels Vater weint und der Sohn den Titel feierte, erfahren Sie auf der nächsten Seite.

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