Sport : Formel 1: Vollgas für mehr Sicherheit

Hartmut Moheit

Was ist schon ein steifer Hals als einzige Folge eines schweren Unfalls. Nur sehr wenig im Vergleich zu jenen Auswirkungen, die jährlich Tausende erleiden. Michael Schumacher, der alte und neue Formel-1-Weltmeister, ist sich bewusst, dass sein letzter Crash beim Training auf der Rennstrecke im italienischen Mugello auch hätte anders ausgehen können. Den Schock kann er gut verkraften. Das Schlimmste, was Schumacher bei seinen bisher 13 spektakulären Unfällen seit 1991 passierte, war der doppelte Beinbruch vor zwei Jahren in Silverstone. Ansonsten schoben die Schutzengel für den Ferrari-Star fast immer Überstunden. Auch deshalb, weil die Formel 1 über einen wirkungsvollen Sicherheitsstandard verfügt. Selbst in einem viel schlimmeren Fall kann er sich auf ein nahezu perfektes System der Notfallfürsorge verlassen.

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Online-Gaming: meinberlin.de sucht den Formel-1-Champion! Was für Michael Schumacher in seiner Extremsportart selbstverständlich ist, bedarf außerhalb der Vollgas-Szene ständiger Verbesserungen. Michael Schumacher setzt sich dafür persönlich ein. Als Botschafter der Björn Steiger Stiftung wird er deshalb heute im Wintergarten des Hotel Adlon in Berlin auftreten. Es heißt, dass er sich engagieren wolle, der Notfallhilfe in Deutschland die Bedeutung zu geben, die notwendig ist, um die Zahl der Verkehrstoten weiter zu senken. In unserer mobilen Zeit ist ein solcher Einsatz wichtiger denn je.

Es gibt nicht wenige, die meinen, dass Schumacher erst zum Rasen auf den Straßen animiert. Für sie ist es paradox, dass ausgerechnet er es ist, der sich nun für die Notfallhilfe engagiert. Dabei wird vergessen, wie viele Sicherheitssysteme aus der Formel 1 mittlerweile in den Autos für jedermann als Standard übernommen wurden. Und Schumacher steht als Symbolfigur auch dafür.

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