• Formel 1: Winkelhock vor dem Debüt Der 27-Jährige soll auf dem Nürburgring starten

Sport : Formel 1: Winkelhock vor dem Debüt Der 27-Jährige soll auf dem Nürburgring starten

Berlin - Markus Winkelhock steht kurz vor seinem Debüt in der Formel 1 – passenderweise beim einzigen deutschen Rennen in diesem Jahr. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur wird der 27 Jahre alte Sohn des 1985 tödlich verunglückten Manfred Winkelhock am Sonntag beim Großen Preis von Europa auf dem Nürburgring für den niederländischen Spyker-Rennstall an den Start gehen. Allerdings schwächte Winkelhocks Manager Volker Zeh noch ab: „Das Team muss erst noch bestätigen.“ Winkelhock selbst sagte: „Im Moment sieht es sehr gut aus.“

Winkelhock, der vom Test- zum Stammfahrer aufsteigen würde, soll als Ersatz für den ausgemusterten Niederländer Christijan Albers neben seinem Landsmann Adrian Sutil aus Gräfelfing das freie Spyker-Cockpit bekommen. Neben seinem Teamkollegen sowie Ralf Schumacher (Toyota/Kerpen), Nico Rosberg (Williams/Wiesbaden) und Nick Heidfeld (BMW-Sauber/Mönchengladbach) würde der Schwabe aus Berglen-Steinach beim zehnten WM-Lauf auf dem Nürburgring als fünfter Deutscher an den Start gehen. Insgesamt wäre er bereits der sechste in dieser Saison. Der Heppenheimer Sebastian Vettel hatte im BMW-Sauber in Indianapolis als Ersatzmann für den verletzten Polen Robert Kubica am 17. Juni seine Formel-1-Premiere gefeiert.

Fünf Wochen später ist es wohl auch für Markus Winkelhock – im Alter von dann 27 Jahren und 39 Tagen – so weit. „Für Markus würde ein Traum in Erfüllung gehen, wenn er fahren dürfte. Der Nürburgring zählt zu seinen Lieblingsstrecken. Er ist dort schon in der Formel 3 gefahren“, sagte sein Manager Volker Zeh.

Um sein voraussichtliches Debüt hatte Winkelhock aber auch noch kräftig bangen müssen, nachdem Spyker sich von Albers – offiziell wegen fehlender Sponsorengelder – getrennt hatte. Nicht Winkelhock, sondern der Österreicher Christian Klien bestritt in der vergangenen Woche die Testfahrten in Spa-Franchorchamps. Zeh stellte jedoch umgehend einen finanzkräftigen Sponsorenpool zusammen und machte damit den Weg frei ins Cockpit.

Winkelhocks Motorsport-Karriere begann erst vor neun Jahren mit seinem Einstieg in die Formel König, ehe er zur Formel Renault und 2003 in die Formel 3 wechselte. Ein Jahr später der nächste große Schritt: Winkelhock startete im Deutschen Tourenwagen Masters (DTM), wo er am vergangenen Sonntag in Mugello (Italien) für Audi erneut im Einsatz war. Seit 2006 ist Markus Winkelhock, dessen Vater Manfred zwischen 1982 und seinem tödlichen Unglück in Toronto im August 1985 49 Formel-1-Rennen bestritt, Testfahrer, zuerst für Midland, und nachdem das Team vom Spyker übernommen worden war, auch für die Niederländer. dpa

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