Sport : Formel1: Der Griff nach dem Titel

Ferrari schickt Michael Schumacher am Sonntag mit einem neuen Auto zum Großen Preis von Ungarn. Nach Problemen bei den Abschlusstests am Montag habe Ferrari im letzten Moment das Auto für Michael Schumacher ausgetauscht, berichtete die "La Gazzetta dello Sport". Anstelle des vorgesehenen Ferrari mit der Seriennummer 210 setzt der italienische Rennstall nun ein neues Auto mit der Seriennummer 213 ein.

Zum Thema Online Spezial: Formel 1
TED: Nach welchem Rennen wird Michael Schumacher Weltmeister?
Online-Gaming: meinberlin.de sucht den Formel-1-Champion! Am Montag war der Ferrari 210 auf der Teststrecke von Fiorano zunächst komplett auseinandergebaut worden. Am Abend wurde der Fahrzeugwechsel beschlossen. Die Ferrari-Mechaniker arbeiteten 24 Stunden ununterbrochen, um den neuen Wagen fertig zu stellen, berichtete die "La Gazzetta dello Sport". Am Dienstag habe Testpilot Luca Badoer bereits den neuen Ferrari auf der Teststrecke in Fiorano für das Rennen in Budapest abgestimmt. Eigentlich sollte der neue Ferrari erst nach dem Ungarn-Grand-Prix zum Einsatz kommen. Schumacher ist trotz der Probleme optimistisch: Es gebe Neuerungen im Bereich der Aerodynamik, "und daher können wir, denke ich, zuversichtlich sein."

Schumacher kann schon in Budapest, im fünftletzten Rennen der Saison, Weltmeister werden. Mit dem vierten Titel nach 1994, 1995 und 2000 würde er zu Alain Prost und Juan Manuel Fangio aufschließen. Wenn Schumacher das 13. Saisonrennen wirklich gewinnen sollte, würde er auch Prosts Rekord von 51 Grand-Prix-Siegen einstellen. Und er hätte eine der schnellsten Titel-Entscheidungen der Formel-1-Geschichte herbeigeführt. So früh alles klar machte zuletzt 1992 der Brite Nigel Mansell, ebenfalls in Ungarn, allerdings schon beim 11. der damals 16 Saison-Rennen.

Mit Statistiken befasst sich Schumacher jedoch selten, und nervös macht ihn die nahe Entscheidung schon gar nicht. Nach dem ersehnten letztjährigen Ferrari-Titel sei alles andere nur noch Zugabe. "Ich gehe in jedes Rennen mit dem Ziel zu gewinnen. Alles andere kommt von allein", sagte er gelassen. Kein Wunder, denn das Punktepolster ist so groß, dass Schumacher gar nicht gewinnen muss, um erneut Champion zu werden. Er muss nur drei Punkte mehr als der zweitplatzierte David Coulthard holen. Schumacher führt mit 84 Punkten und 37 Zählern Vorsprung vor dem Silberpfeil-Piloten (47). Die WM könnte sogar ganz zur Familiensache werden. Nach dem Sieg in Hockenheim hat Ralf Schumacher (41) gute Möglichkeiten, den Schotten als Zweiten noch abzufangen. Coulthard kündigt an, bis zum Schluss zu kämpfen - um Platz eins. "Es ist erst vorbei, wenn mathematisch keine Chance mehr besteht", sagte er der Zeitschrift "motorsport aktuell".

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben