Fortuna Düsseldorf : Verein distanziert sich von Gewalt unter eigenen Fans

Nach Auseinandersetzungen beim Zweitligaspiel in Frankfurt unter den eigenen Fans hat sich Fortuna Düsseldorf vom Verhalten der Anhänger distanziert. Der Club verurteilte jede Art von Rassismus und versprach Aufklärung.

Ärger bei Fortuna: Die Frankfurter Polizei stürmt den Auswärts-Fanblock im Stadion des FSV Frankfurt beim Spiel gegen Fortuna Düsseldorf. Foto: Imago
Ärger bei Fortuna: Die Frankfurter Polizei stürmt den Auswärts-Fanblock im Stadion des FSV Frankfurt beim Spiel gegen Fortuna...Foto: Imago

Während des Fußball-Zweitligaspiels zwischen dem FSV Frankfurt und Fortuna Düsseldorf (0:0) ist es am Samstag zu einer massiven Schlägerei innerhalb des Düsseldorfer Fanblocks gekommen. Die Frankfurter Polizei marschierte mit rund 50 Beamten vom Spielfeldrand aus in den Block und nahm nach Angaben vom Sonntag vier Randalierer vorläufig fest.

Auslöser der Schlägerei war ein Streit zwischen Düsseldorfer Alt-Hooligans und jungen Ultras, der sich an rassistischen Rufen und einem Banner mit faschistischem Hintergrund der Hooligans entzündete. Verletzt wurde niemand.

Fortuna Düsseldorf distanzierte sich in einer schriftlichen Erklärung von dem Verhalten der Anhänger und versprach Aufklärung. „Grundsätzlich verurteilt der Verein jegliche Art von Gewalt. Fortuna Düsseldorf ist ein grundsätzlich politisch neutraler und toleranter Verein, der sich diese Toleranz auch innerhalb der eigenen Fanszene wünscht. Daher geht der Club konsequent gegen diejenigen Menschen vor, die Mitmenschen durch bedrohende oder angstschürende Handlungen einschüchtern möchten. Ein solches Verhalten wird vom Verein nicht toleriert“, hieß es in dem Schreiben.

Zudem habe der Club in der eigenen Fangemeinde keine organisierten rechtsradikalen Gruppierungen oder Gruppierungen, die von Rechtsradikalen unterwandert sind. Dennoch müsse man Fan-Freundschaften eigener Gruppen kritisch hinterfragen. „Dabei ist es dem Verein wichtig, alle beteiligten Seiten zu Wort kommen zu lassen, um dieses Spannungsfeld in einem gemeinsamen Dialog aus der Welt zu schaffen.“ (dpa)

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