Fragen an den Bundesliga-Spieltag : Welcher Spieler tut am meisten weh?

Warum man Omar Mascarell nur ungern begegnet und wer besser ist als Sandro Wagner lesen Sie in unseren Fragen an den Spieltag.

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Sandro Wagner ist bekannt für sein ausgeprägtes Selbstbewusstsein.
Sandro Wagner ist bekannt für sein ausgeprägtes Selbstbewusstsein.Foto: null

Wer friert? Brrrrrrr. Gerade mal drei Grad Celsius sind für Sonnabend in Ingolstadt angesagt. Kein Wetter, um sitzend auf einer Bank Fußball zu schauen. Etwas anderes wird Renato Sanches sehr wahrscheinlich aber nicht übrig bleiben, wenn er denn beim Spiel seines FC Bayern knapp 80 Kilometer nördlich überhaupt zum Kader gehört. Gegen Schalke blieb der Portugiese draußen, überhaupt kam er in dieser Saison in der Bundesliga nur zu zehn Einsätzen, die meisten davon als Einwechselspieler. Angesichts seiner derzeitigen Form besteht kaum Aussicht auf Besserung. Das Gleiche gilt auch fürs Wetter. Brrrrrr.

Wo tut es weh? Immer dort, wo Omar Mascarell gerade vorbei kommt. Der defensive Mittelfeldspieler von Eintracht Frankfurt sammelt Gelbe Karten, wie kein Zweiter in der Liga. Nach dem Ende der Hinrunde kam er auf neun und verpasste damit den Bestwert von Jiri Nemec nur knapp. Der Schalker hatte 1999/2000 eine Verwarnung mehr erhalten. Insgesamt befindet sich Mascarell aber auf einem guten Weg. Im Schnitt sieht er in jedem zweiten Spiel gelb, das ist absolut rekordverdächtig. Der Mann mit den meisten Verwarnungen in der Geschichte der Bundesliga, Stefan Effenberg, benötigte 3,36 Spiele für eine Gelbe Karte.

Welche Spezies ist ligaweit auf dem Rückzug? Es steht nicht gut um den deutschen Torwart, wer hätte das gedacht? Selbst in den kriselndsten Krisenjahren des teutonischen Fußballs galt, gute Torhüter hat das Land mehr noch als Kartoffeln. Und nun das: Gerade einmal die Hälfte aller Stammkeeper sind deutsch, der Rest kommt aus der Schweiz, Norwegen, Dänemark, ja sogar aus Finnland. Woran es liegt? Wer weiß das schon. Renten, Jobs, Ehen – nichts scheint mehr sicher in diesen turbulenten Tagen, nicht einmal die Torhüter.

Wer ist besser als Wagner? Laut Wagner, Vorname Sandro, niemand. Dass der Stürmer der TSG Hoffenheim sich für den besten deutschen Angreifer hält, ist hinlänglich bekannt. Zahlen widerlegen das. Zumindest in Teilaspekten. Zwar liegen vor Wagner in der Torjägerliste nur Spieler, die im Ausland geboren wurden, was aber die Effizienz angeht, ist Mitspieler Mark Uth gefährlicher. Der trifft alle 136 Minuten, Wagner alle 147. Wer sich fragt, warum Wagner am Sonntag beim Gastspiel der TSG in Wolfsburg nicht querlegt auf den mitgelaufenen Uth, der sei an diese Statistik erinnert.

Wo drohen Komplikationen? Stadionsprecher oder Kommentator ist ein undankbarer Job. Die Gefahr, sich beim Verlesen der Aufstellung zu blamieren, ist groß. Der kann ja nicht mal die Namen der Spieler richtig aussprechen, heißt es dann. In dieser Hinsicht stehen sie in Leipzig vor einer echten Herausforderung, gegen den HSV könnte Dayot Upamecano sein Debüt in der Startelf geben. Den Platz in der Elf der Unaussprechlichen hat der Neuzugang bereits sicher. Mit dabei auch: Torwart Lukas Hradecky, Verteidiger Caglar Söyüncü und Florent Hadergjonaj. Dessen Name wird übrigens Hadertschonai ausgesprochen.

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