Fragen an den Spieltag : Findet Bayern den Weg aus der Krise?

Die Fußball-Bundesliga nimmt heute Abend mit der Begegnung VfL Wolfsburg gegen Fortuna Düsseldorf ihren Lauf. Fünf offene Fragen zum 26. Spieltag werden hier mit einem leichten Augenzwinkern beantwortet.

Jörg Leopold
Fünf vor zwölf. Bayern-Präsident Uli Hoeneß ist womöglich nur noch kurz zum Lachen zumute.
Fünf vor zwölf. Bayern-Präsident Uli Hoeneß ist womöglich nur noch kurz zum Lachen zumute.Foto: dpa

Findet Bayern den Weg aus der Krise? Es ist unübersehbar, dass der FC Bayern schwächelt. 0:2 gegen Arsenal in der Champions League, zuvor mühsame Siege in der Bundesliga beim 3:2 gegen Düsseldorf und 1:0 in Hoffenheim. Uli Hoeneß hat das Problem erkannt. Für die Mannschaft sei es „fünf vor zwölf“. Wenn sie so weitermache, würde sie gegen „keinen“ mehr gewinnen. Bei nur 20 Punkten Vorsprung in der Liga könnte das dann doch noch einmal richtig eng werden mit dem Meistertitel. Zumal es ausgerechnet jetzt nach Leverkusen geht. Gegen Bayer verloren die Münchner im Herbst ihr bislang einziges Spiel in dieser Bundesliga-Saison.

Wer stürmt bei Schalke? Huntelaar und Marica verletzt, Pukki zu harmlos und Farfan im Angriffszentrum verschenkt: Bei Schalke wird vor dem Spiel in Nürnberg mal wieder über die Sturmformation gerätselt. Neuer Favorit ist Max Meyer. Der erst 17-Jährige wurde zuletzt schon regelmäßig eingewechselt, jetzt könnte der Zeitpunkt für sein Startelfdebüt gekommen sein.

Was muss sich ändern? Fortuna Düsseldorf plant schon für die kommende Saison, auch wenn der Klassenerhalt noch nicht endgültig gesichert ist. 2013/14 müsse die Fortuna ihre Spielweise ändern, wenn sie in der Bundesliga bleiben wolle, so Manager Wolf Werner in der „FAZ“. Außerdem möchte der Klub nicht länger das „KaDeWe“ des Fußball sein, in dem die Konkurrenz nach Belieben zugreifen könne. Das dürfte wohl auch als Warnung an die eigenen Fans gemeint sein, für die das Düsseldorfer Stadion nach dem Relegationsspiel gegen Hertha BSC noch als eine Art Selbstbedienungsladen fungierte.

Welches Spiel endet 1:1? Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass das 2:1 in der Bundesliga das häufigste Resultat ist. Dabei trennen sich die Mannschaften am liebsten 1:1. Seit der Saison 1995/96 gab es in 5408 Spielen 646 Mal ein 1:1 und nur 477 Mal ein 2:1. Auch in der aktuellen Spielzeit endeten bereits wieder 31 Partien 1:1. Mönchengladbach führt die Liga mit sieben 1:1 an, Hannover hat bisher nur einmal 1:1 gespielt. Am Sonntag versuchen beide Teams, sich über diese Diskrepanz auf dem Platz Klarheit zu verschaffen.

Und sonst? Ein einziger Punkt noch, dann wird in Frankfurt wieder geredet. Angesichts von 39 Zählern müsste die Eintracht gegen Stuttgart nicht einmal ein Tor schießen, was sie zuletzt ohnehin nicht mehr geschafft hat. Schon ein hässliches 0:0 würde reichen, um Armin Veh an den Verhandlungstisch zu bekommen und mit dem Trainer über einen neuen Vertrag zu sprechen. Was dann dabei herauskommt, könnte auch den einen oder anderen Bundesliga-Verein außerhalb Hessens interessieren.

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